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Hallo zusammen!
Unseren Künstler der Woche hier bei JJBR, Ron Hacker, habe ich im September 2006 live sehen können, ist zwar schon was her, aber ich habe damals für ein heute leider mausetotes Webradio einen kleinen Bericht geschrieben und veröffentliche ihn hier nun in diesem, unserem Forum zum zweiten Mal, ein bißchen verschlimmbessert.. Bitteschön!
Während sich viele ( es folgt der Name des toten Senders ) ....ler in der Burg Satzvey Kölsch- und Australien Blues anhörten, zog es mich mit Armin und Norbert am Freitag nach Belgien. Ron Hacker and The Hacksaws waren angesagt, eine Band aus San Francisco, die Armin und ich schon vor einiger Zeit in unser Bluesherz schlossen und nicht wieder rausließen.
Ron und seine Hacker spielen ziemlich deftigen und slidigen Blues.
Sie sollten im Willem Tell Bluesklub in Sint Lenaarts kurz vor Antwerpen antreten. Aber das war wohl nix. Wir kamen dort an und kein Hacker Ron erklang. Der Wirt erklärte uns den Weg zum Cafe Crossroad in Olen, ca 40 km entfernt, dort sollte der Hackerblues erschallen. Und so war es auch.
Um kurz vor 22 Uhr trudelten wir dort an und ein, bezahlten 5 !! € Eintritt und wurden ob unserer unbelgischen Sprache von Wirt Dirk auf englisch begrüßt.
Drei Bier gekauft und erstmal die Kneipe inspiziert. Wir waren begeistert. Sehr liebevoll eingerichtet mit zahlreichen Memorabilien aus der Welt des Blues. Einfach klasse! Ca. 60 Zuschauerinnen und Zuschauer befanden sich im Lokal und warteten auf den Blues.
Um 22.10 Uhr ging es dann los. Ron Hacker hatte nicht seine Band aus den USA dabei, sondern die Begleitung bestand aus der Marcel Scherpenzeel Band. Der Gitarrist Marcel Scherpenzeel ist aus Holland und dort in der Bluesrockszene eine Hausnummer, live kannte ich ihn von einem Konzert vor ein paar Jahren in Wuppertal. Leider unbekannt sind mir die Namen der tighten Schlagzeugerin und des Baskenbassmanns, den sah ich aber ein halbes Jahr später als Gitarrist in der Band von James Harman und Gene Taylor im Spirit of 66 in Verviers und konnte mir wieder den Namen nicht merken. Beim dritten Mal klappts dann, versprochen. Die erste Viertelstunde hakte im Zusammenspiel des Vierers noch etwas, ich nehme an, die haben nicht viel zusammen proben können. Und dann ging die Post ab. Bis ca. 01.00 Uhr. Ron spielte den Blues! Mr. Hacker sang mit seiner brüchigen Stimme davon, nicht mit kleinen Frauen zu tanzen und big brown eyes zu lieben. Yank Rachell war sein Vorbild und wurde von Ihm geehrt mit dem Stück Yank Told Me. Auch die Herren Hooker mit einigen Boogies und King, Albert, der mit dem Mambo für Albert. Die Rhythmusmaschine war nach den obengenannten 15 Minuten warmgespielt, Ron Hacker und Marcel Scherpenzeel schmissen sich die Riffs zu, fingen sie gekonnt auf und ohne Firlefanzgegniedel ging es ab, sie zelebrierten die Hohe Kunst des Gitarrenblues aus Californien und den Niederlanden. Immer öfter stülpte sich Mr. Hacker ein Edelmetallröhrchen auf den Ringfinger und slidete den Blues ins Auditorium. Was für Geräusche diese Technik erzeugen kann und meine eher wenigen Nackenhaare tanzten Pogo.
Technisch, selig und taktisch meisterlich.
Mijnheer Scherpenzeel steuerte einzweidreimehrere gefährliche Solis bei. Die Band spielte immer besser zusammen, es gab verdienten Applaus dafür.
Zum Schluß verabschiedete sich die Band mit einem furiosen Boogie vom begeisterten Publikum, etliche Zuhörerlampen brannten heller als die Tresenbeleuchtung. Ich wollte mir noch ein T - Shirt des Cafe Crossroad kaufen und bekam eines geschenkt. Ein Sweatshirt! Danke! Auch dafür.
HRVolker
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