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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Reviews: Leinwand
Blue Bayou Offline



Beiträge: 1.115

27.03.2008 14:59
Film: "Almost Famous" von Cameron Crowe // Tragikkomödie 2001 antworten
"ALMOST FAMOUS"

Im Jahr 1973, in dem Cameron Crowes Film „ALMOST FAMOUS“ angesiedelt ist, war das Verhältnis zur Musik, und zwar ganz speziell zur Rockmusik im Allgemeinen und im Besonderen noch intensiver, denn schließlich lag damals der Höhepunkt der Jugendprotest- und der Flower-Power-Rebellion noch gar nicht so nicht lange zurück.

Der Film "Almost Famous" zeigt eine Zeitspanne aus Crowes Leben, nämlich als ein der eigenen Biografie nachempfundener Pubertand namens William Miller (Patrick Fugit) aufgrund glücklicher Umstände die Tournee einer aufstrebenden Rockband namens „Stillwater“ ( die es nie gegeben hat, die es aber natürlich sehr gut hätte geben können) auf ihrem Endlostrip durch Provinzstädte, Konzertarenen und plüschige Hotelsuiten begleiten darf und darüber die Titelgeschichte für das Rolling Stone-Magazin schreiben soll.

Dieser Film hat die Kritiker zu Begeisterungsstürmen hingerissen und er hat eine Menge Preise gewonnen, z.B. den Oscar 2001 für das beste Drehbuch, dazu gewannen Kate Hudson und der Film als Beste Komödie 2001 den Golden Globe Award, ausserdem den BAFTA Award in zwei Kategorien, Kate Hudson gewann Golden Satellite Award usw. usw.

Das ist für mich persönlich ziemlich verwunderlich, den ich finde den Film sehr konventionell erzählt, voller Klischees ( LSD auf dem Hausdach, exzentrisch-puritanische Mutter, Reise nach Marokko) und voller standardisierter Charaktere (z.B. das weichgezeichnete Über-Groupie Kate Hudson), sowie mit einem nicht wirklich passenden, leider zu schnulzigem „Happy-End“ versehen.

Die optische Ausstattung ist in Ordnung, es gibt einige sehr schöne, versteckte Details, wie z.B. das sich in der Windschutzscheibe spiegelnde Pink Floyd Poster (Dark Side of the Moon) oder dass man kurz ein Foto von Laura Nyro auf dem Tisch sieht oder dass Lester Bangs »White Light/ White Heat« auf den Plattentelller legt, aber trotzdem werde ich insgesamt das Gefühl nicht los, dass die Schauspieler das verordnete „Durchgeknalltsein“ nur spielen ( Kate Hudson als Penny Lane empfinde ich als deprimierend hilflos und träge) und zwar zumeist nicht einmal besonders gut.

Ach, kurzum: Nostalgie, Woodstock, Rock, Rock und Love&Piece.
Ja, okay, nett ist dieser Film, jedoch haut er nicht vom Hocker. Jedenfalls mich nicht.
Ein Pluspunkt ist der gute Soundtrack: Led Zeppelin, The Who, Lynyrd Skynyrd und Neil Young tragen dazu bei, dass ein vergangenes Lebensgefühl wieder erfahrbar wird.
Allerdings bin ich ebenfalls verwundert über Elton Johns »Tiny Dancer« auf dem Soundtrack (andere hätten statt dessen an Van Morrison oder an Tim Buckley gedacht, was unendlich großartiger gewesen wäre).

Fazit:
„Almost Famous“ ist für mich ein Film, der mich nicht wirklich berührt und überzeugt.
Imaginäre Erinnerung, Erinnerung an Erinnerung.

Blue Bayou
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(* Frank Zappa )

Angefügte Bilder:
51KDBQ5PVVL._SS500_.jpg  
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

02.12.2008 18:11
#2 RE: Film: "Almost Famous" von Cameron Crowe // Tragikkomödie 2001 antworten

Hier noch eine Bezugsquelle zu dem Film:


Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

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