Vorneweg: Revelation Sunday ist kein Bluesalbum, und The Stepwater Band ist keine Bluesband. Vielmehr geht’s hier um etwas irgendwo zwischen Rock und Bluesrock. Heimat der Band ist Chicago. Hier haben sich Jeff Massey, Tod Bowers und Joseph Winters (Guitar/Vocals, Bass, Drums) zusammengetan, und übertragen ihre musikalischen Ideen auf ihre Instrumente. Heraus kommt wie bereits erwähnt ein wenig Blues und viel Bluesrock/Rock. Laut Band-Homepage hat man mit diesem Album eine „eigene Marke“ einer klassisch klingenden Rockmusik kreiert, und ihr auch gleich einen Namen verpasst: „Heavy Americana“. Hier sieht der Leser mich jedoch verwundert. Für die MTV-Kids in Chicago und dem Rest der Welt mag der Sound der Band ja avantgardistisch klingen. Für Leute fortgeschrittenen Alters ist das dann doch alles recht bekannt. Die Steepwater Band nimmt lediglich den Ball auf, der ihnen von Gruppen wie Z.Z. Top, Ram Jam, Grand Funk oder Molly Hatchet zugespielt wurde. Was die drei mit ihrem Album „Revelation Sunday“ zu Gehör bringen ist Standard; nicht mehr aber auch nicht weniger. Das heißt nicht, das Revelation Sunday ein schlechtes Album ist. Das Gegenteil ist der Fall, ich werde beim Hören der CD glänzend unterhalten. Die drei machen Dampf, dass fast die Kessel platzen. Elf Titel die ein „Rockerherz“ schneller schlagen lassen. Ein super Album, nicht nur für jene die gerade anfangen sich eine Rock-/Bluesrocksammlung aufzubauen. Ältere Semester allerdings werden diese Musik sicherlich bereits mehrfach in den Musikregalen stehen haben.
Line Up: Jeff Massey – Guitar, Vocals Tod Bowers – Bass Joseph Winters – Drums
Die Titel: 01. Mercy 02. Collision 03. Revelation Sunday 04. A Lot Of Love Around 05. Dance Me A Number 06. Steel Sky 07. Government Graffiti 08. Halo 09. Slow Train Drag 10. Indiana Line 11. Baby, You're On Your Own
Tony Joe Gardner __________________________________________________ „Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs
"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel