Vor ziemlich genau vor einem Jahr, an genau der gleichen Stelle habe ich ihn ja schon einmal bewundern dürfen. Rob Tognoni. Mit Band. Die beiden Herrn an Bass und Drums sind mir allerdings neu. Es handelt sich hierbei um Frank Lennartz (B) und Mirko Kirch (Dr). Ein wahrer Glückgriff für Rob Tognoni sind diese beiden Aachener Musiker, die mit ihm ein Power- Trio bilden, das diesen Namen uneingeschränkt verdient.
„Das wird ein schöner Abend.", ruft Rob auf Deutsch von der Bühne und macht sich daran seine beiden hand made «Powermaster»- Gitarren aus dem Aachener Haus «Sign- Guitars» zu stimmen. Die beiden Schönheiten in Light Blue und in Fiesta Red zeigen sich heute etwas widerspenstig, was ihre Grundstimmung angeht, das wird sich im Laufe des Abends immer wieder mal zeigen.
Aber wenn sie singen, jaulen, zerren, rückkoppeln und das alles gesteuert von meisterlicher australischer Hand, ist es eine wahre und herrlich laute Freude zugleich. Rob Tognoni’s Musik ist nichts für empfindliche Ohren, sie fährt direkt in den Bauch und das tut gut. Vom ersten Akkord an lässt er keinen Zweifel darüber zu, was seine musikalische Marschroute ist: Laut, heftig, deftig, klasse. Bluesrock vom allerfeinsten. Eine wahre und gut geölte Maschine, dieses Power- Trio. Die Bezeichnung Schlagwerk passt dieses Mal besser als der Begriff Schlagzeug. Mirko Kirch bedient mit Dampfhammerschlag, aber präzise, sein Drumkit, mit dem ausgedehnten Solo eingebaut im Titel «Baby, Please Don’t Go» überzeugt er vollends. Frank Lennartz spielt dienlich, aber auch vordergründig, der Bass hat was mitzuteilen. Ein feiner Dialog zwischen Gitarre und Bass entwickelt sich. Herrlich. Ja, ich gerate auch zwei Tage später noch ins Schwärmen, obwohl das Surren in den Ohren längst abgeschwollen ist.
Rob Tognoni spielt über zwei Amps: Einem Behringer V-Ampire LX210 120w und einen Bugera 6262-212 120w , der über Behringer vertrieben wird. Ein Cry Baby- Wah Pedal (Jim Dunlop) und ein Behringer Pre- Booster- Pedal, sind die einzigen Bodeneffekte. Der Sound stimmt. Nichts zu mäkeln, da matscht nichts, alles ausgewogen.
Rob spielt ein insgesamt zwei und eine halbe Stunden dauerndes sein Set. Quer durch sein Repertoire. Er ist in bester Spiellaune, seine Zwischentexte sind witzig, einmal stimmt er sogar «The Girl From Ipanema an», die Band steigt ein, in einem Titel zitiert er dann «Mercedes Benz». Coverversionen gibt es auch: «Roadhouse Blues» oder «Red House» oder «Keep youe Hands To Yourself», allesamt grandios interpretiert.
Zum Schluss holt er dann ein paar Freunde aus dem Publikum auf die Bühne, die setzen sich auf das Schlagzeugpodest, spielen Luftgitarre oder Luftbass oder Luftdrums. Ein schönes Bild. Der letzte Titel ist dann auch der viel, oft und lauthals herbei gewünschte «Jim Beam Blues», in dem Rob noch mal alle Register zieht.
Das zahlreich erschienene Publikum hat einen Gig einer gut aufgelegten Band erlebt. Überall nur Begeisterung.
Der Eintritt ist wie meist im «Spirit of 66» ist mit 12,00 Euro für das Dargebotene sehr moderat.
Rob signiert seine CDs und ich bekomme noch einen Gruß für Juke Joint Bluesradio ins Mikro gesprochen.
Auf die Show angesprochen lacht er und sagt: „It’s just fun.“
Und das ist es und das macht es eben aus.
Falls er in der Nähe ist: Unbedingt nicht verpassen.
Tony Joe Gardner __________________________________________________ „Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs
"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel
Jupp, der kann es... Übrigens kann man die Titel auf seiner Myspace-Seite auch herunterladen (original hohe Bitrate) statt sie nur anzuhören, wenn man auf den Download-Link unter dem jeweiligen Titel im Player klickt:
Tony Joe Gardner __________________________________________________ „Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs
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Hier wird auch ersichtlich, wie das eine oder andere Foto von diesem Konzert entstanden ist...
Tony Joe Gardner __________________________________________________ „Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs
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