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 Konzertberichte
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

13.02.2008 09:03
Danny Bryant am 05.02.2007 in Eschweiler Talbahnhof antworten
Als Appetizer auf das bevor stehende Konzert am 26.02. von Danny Byrant und seiner Red Eye Band in der Kölner Kantine hier noch einmal mein Konzertbericht von vor einem Jahr:


Ein netter, freundlich dreinblickender älterer Herr sitzt am Bühnenrand in der Hand ein Glas mit Cola, es ist 19:45 Uhr im Talbahnhof in Eschweiler. Auf der Bühne stehen ein Drumset im Sunburst Outfit, ein Fender Precision Bass, eine betagte Ampeg Bassbox, darauf der Amp, ganz rechts außen ein Marshall Stack, schräg vom Publikum weg gedreht. Ein einsames Shure SM58 wartet auf dem Mikroständer auf seinen Einsatz. Auf dem Boden ein Vox Wah-Wah Pedal, daneben noch ein weiters Bodeneffektgerät. Ein 19“ Rack voll gestopft mit allen möglichen elektronischen Gimmicks sucht man hier vergebens. Im Gitarrenständer ruhen drei Fender Stratocaster.

Ich habe den letzten Stehtisch in Bühnennähe ergattert. Der Saal füllt sich allmählich. Am Ende werden es schätzungsweise 150 Personen sein.

Kurz nach acht, Danny Bryant betritt die Bühne. Er entscheidet sich für die mint- farbene Strat. Der Schlagzeuger Trevor Barr nimmt Platz und der nette, freundlich drein schauende ältere Herr von eben hängt sich den Precision Bass um, aha, dann ist das also Ken Bryant, Dannys Vater.

Was jetzt passiert, ist in Worte kaum zu fassen. Danny und seine Red Eye Band spielen sich durch ihre kürzlich erschienene Live CD. Titel wie Heartbreaker, Hideaway/Bring Your Fine Self Home, Girl From The North Country, Play To Win, Born To Lose, Last Man Standing, Always With Me, Good Time Women, aber auch eine feine Adaption von Fleetwood Macs Albatross, Jimi Hendrix Voodoo Chile oder Bob Dylans Knocking On Heaven’s Door sind mit im Programm.

Dass der Mann Gitarre spielen kann wie ein junger Gott, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass er dazu noch eine „Röhre“ hat, die es ihm erlaubt in leiseren Passagen einfach einmal das Mikrofon zu ignorieren und an selbigem im Abstand von etwa einem halben Meter vorbei zu singen und dabei immer noch gut verständlich zu bleiben, muss hier unbedingt erwähnt werden.

Der Mann hat’s wahrlich im Blut. Er versteht es, beim Gitarrenspiel eine Dynamik walten zu lassen, die einem in einem Moment den Atem verschlägt, weil er alles raus nimmt, bis zur Schmerzgrenze leise wird, um dann im nächsten Moment wieder voll aufzudrehen, um die Gitarre die Gefühle in die Welt hinaus schreien zu lassen.

Ich spreche die ganze Zeit nur von Danny. Fast unauffällig sind die beiden anderen Herrn auf der Bühne. Sie bieten das solide Fundament zu Dannys gitarristischen Eskapaden, unspektakulär, beinahe bescheiden, aber dem Gesamtsound zuarbeitend, eine musikalische Einheit.

Nach guten zwei Stunden ist der Zauber vorbei. Ich habe ein Konzert erlebt, von dem ich noch lange erzählen werde, weil es mich begeistert hat.

Wenn Danny Bryant’s Red Eye Band in eurer Nähe ist: Unbedingt hingehen!

Text © T. Mentzel

Tony Joe Gardner

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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

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