Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

zum Radio | JJBR bei MySpace |

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 558 mal aufgerufen
 Konzertberichte
rockinxxl Offline




Beiträge: 167

21.02.2011 13:28
5.Nordwalder Bluesnacht antworten

Am Samstag dem 19.Februar wurde die 5.Nordwalder Bluesnacht, im Haus Drüen in Nordwalde,veranstaltet. Nordwalde liegt zwischen Steinfurt und Münster.
Viele kommen im Sommer in diese Gegend, Schöppingen ist nicht weit.

Die Veranstaltung wird von einigen jungen Leuten bewältigt, Ingo Barving ist der Chef im Ring und ich kann nur sagen: Chapeau Ingo und deinem Team das nur aus wenigen Bluesbegeisterten besteht.
Der Saal im Haus Drüen ist bestens geeignet eine Veranstaltung wie diese zu beherbergen.
Wenn es richtig vollgestopft ist können gut und gerne 250 Leute in den Saal.
Was das besondere ist, es gibt auch etwas zu Essen. Mann kann sich, vor und während des Konzerts beköstigen lassen. Das Buffet ist köstlich, Spareribs und andere Leckereien, die alle selbst zubereitet worden sind, warten verspeist zu werden.
Den Musikern steht ein sehr großer Raum als Backstage zur Verfügung, es ist die ehemalige Küche. Auch auf die Musiker warteten nicht nur Schnittchen mit Wurst und Käse. Für lecker Essen war gesorgt.

Im Saal ein ausreichend große Bühne die auch einer große Formation Platz bietet. Die Beschallung übernahm ein Profi am Mischpult.

Um 19 Uhr viel der Startschuss für die 5.Bluesnacht.
Cologne Blues Club hiessen die ersten Protagonisten des Blues an diesem Abend. Natürlich kannte sie keiner, aber das änderte sich schlagartig.
Das Quintet aus Köln legte gleich richtig gut los, Roll on hies es und es groovte gleich mal richtig gekonnt von der Bühne, die lockeren grooves schwappten auch schnell in's Publikum. Das wiederum sehr erstaunt schien über das Können dieser Formation.
Geza Tenji hatte gleich zu Beginn klar gestellt wo es langt geht: Wir sind der Cologne Blues Club und kommen nicht aus Düsseldorf und auch nicht aus Chicago.
Sie haben ihren eigenen Stil. Satte grooves, eine Klasse Slide Gitarre gespielt von Micka und an der 2.Gitarre den wunderbaren Thilo Hornschild an dem wir in Zukunft noch viel Freude haben werden. Michael am Bass und Axel an den Drums sorgen für den nötigen drive und ein knackiges Fundament. Der Sänger, Geza Tenji, ist eine Klasse für sich.
Man hört sofort das er über eine langjährige Erfahrung als Sänger verfügt.
Als zweit und dritt Job singt er in einer Gospel Gruppe, einer Soul Band und in einer 70's Cover Band.
Diese ganze Bandbreite hat er auf seinen Stimmbändern.
Er weiss das Publikum zu unterhalten und sein Harp-Spiel ist Exzellent.
Alles in allem ein sehr gelungener Einstieg in eine Bluesnacht.
Dieses Quintet wird seinen Weg machen!

Nach sehr kurzer Umbauphase, der Schlagzeuger der Jessy Martens Band verlangte doch tatsächlich Geld für die Benutzung seiner Drums vom CBC Drummer, stand dann die junge Jessy Martens mit ihrer Band auf der Bühne. Ein Energiebündel das mit einer doch tiefen, vollen Stimme gesegnet ist. Jan Fischer am Piano, Tom Rohloff am Bass, Christian Kolff am Schlagzeug und an den 6 Saiten Roman Werner.
Gekonnt geht es durch die Werke wie Gershwin, Ray Charles und anderen Musikern die große Lieder geschrieben haben.
Sie haucht ihre Songs teilweise in's Mikro und erzeugt bei einigen männlichen Zuhörern wohl soetwas wie eine Gänsehaut, das Wort "sexy" hört man im Publikum.
Das Wort in der Verniedlichung ist passend gewählt.
Alle spielen wie aus einem Guss, eine eingespielte Band. Der Gitarrist kann mich nicht ganz überzeugen dafür aber Jan Fischer am Piano, obwohl das nicht mein Instrument im Blues ist. Aber hier wird auch kein Lupenreiner Blues geboten sondern eher eine Reise durch den Blues und Blues angehauchten Themen und Artverwandtes.
Das Publikum ist begeistert. Die Band weiss den Saal zu spielen, alles drängelt nach vorne (sonst kann man Jessy leider auch nicht sehen).
Auch diese Band findet immer mehr Anhänger in unserem Land und in Europa, wie man hört.

Oli Brown betrat im feinen Nadelstreifenzwirn die Bühne, den Bassisten Roger Inness sowie den Drummer Simon Dring im Gefolge.
Einigen Damen im Publikum waren schon bevor die ersten Töne erklangen, aus dem Häuschen. Der junge Mann punktete schon vor dem Auftritt!

Natürlich wurde viel von seinem aktuellen Album zum Besten gegeben, aber auch Songs aus seinem Debütalbum Open Road, wie z.B. "Stone Cold, das für mich zum Höhepunkt seiner Darbietung zählte, wurden gespielt.
Aber der junge aus Britannien hatte einiges an Highlights zu bieten.
Kräftige Blues Rock-Attacken und sanfte Blues Balladen, Brown wusste bei jedem Lied voll zu überzeugen.
Er war an diesem Abend, gut drauf, wie man so sagt. So wusste er das Publikum mit erstklassigem Songmaterial zu imponieren, und nicht nur die Cover Version von Fever sorgte für Begeisterung im Saal.

Der Drummer und Bassist waren eine Einheit und bildeten das solide Fundament, auf dem sich ein Solo Künstler wie Oli Brown austoben kann.

So, oder so ähnlich muss damals mal der kleine SRV geklungen haben.

Das einzig Negative an diesem Abend: die Bluesnacht hätte mehr Zuhörer verdient gehabt.
Alle Achtung vor der Leistung dieses jungen Teams, ich hoffe ihr macht weiter.

easy Baby

 Sprung  
Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen