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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Konzertberichte
rockinxxl Offline




Beiträge: 167

16.07.2010 20:40
BOSPOP 10. & 11.Juli (Weert/NL) antworten

Das Aufgebot an Stars und Sternchen war beeindruckend.
Das Line up m Samstag 10.7.
Hauptbühne: The New Shining - Jimmie Vaughan - Saybia - De Dijk - The Cranberries - Crosby Stills Nash - John Forgerty
Zeltbühne: Freestroke - The legendary ShackShakers - Cuby & The Blizzards - The Hoax - Guy Forsyth - Southside Johnny & Asbury Jukes - Heather Nova
Sonntag 11.7.
Hauptbühne: The 1.90's - Uriah Heep - Twisted Sister - Status Quo - Billy Idol - Endspiel Fußball WM - Toto
Zeltbühne: Nicole Fermie - Anvil - Michael Schenker Group - Taylor Hawkins & The Coattail Riders - Dweezil Zappa (plays Zappa) - The Doors (Manzarek/Krieger)
BOSPOP ist in Weert, etwas außerhalb der kleinen Stadt, Richtung Eindhoven. Im Mai findet, noch keine 10km entfernt, das Moulin Blues Festival statt.Jetzt also Bospop, für mich zum zweiten mal.
120€ kostete die Karte für 2 Tage, 69€ die Tageskarte.
Einige Bands hatte ich von vornherein ausgeklammert, nicht meine Musik und auch nicht im Interesse (Anvil, N.Fermie,FreestrokeDe Dijk,Twisted Sister,The 1.90's).Aber Jimmy Vaughan trat schon am frühen Nachmittag auf also musste ich auch rechtzeitig zum Einlass dort sein.
Das Konzert war wirklich Klasse und Lou Ann Burton ist zwar genauso gealtert wie ich aber ihre Stimme wird immer besser. Jimmie hat natürlich seine ganze Klasse ausgespielt, Titel aus seinem Repertoire, Coverversionen (Aktuelles Album) und auch von Bruder Stivie Ray erklangen an diesem Nachmittag. Blues von der ganz feinen Sorte und ein Jimmie Vaughan in Bester Spiellaune.
Danach gab es Saybia aus Dänemark, die kannte ich nur vom hörensagen haben mich aber mit ihrem sehr melodieösem Pop ala Coldplay sehr beeindruckt. De Dijk habe ich mir gespart und bin hinüber zum Zelt gewechselt denn dort traten The Legendary ShackShakers auf und die wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. 2005 habe ich sie beim Moulin Blues Festival gesehen und sie sind noch besser geworden. Die Show haut einen um. RocknRoll-Rockabilly-Country-Punk Pur. Die Jung's haben Energie für 10. Danach ging es weiter mit Cuby & Blizzards, die sind seit mehr als 40 Jahren on the Road (genau wie ich) und kein bischen Müde (ich auch nicht). Cuby (Harry Muskee) hat noch immer eine fantastische Stimme und auch wenn sie ab und zu einen Blues Klassiker einwerfen sind sie noch immer die Top Blues Band aus Holland. Danach konnte ich mir auch noch Guy Forsyth anschauen, Klasse Blues aus Texas und er kommt bald nach Deutschland (Eifel Events) und dann wieder vor die Hauptbühne wechseln denn hier gab es eine Band zu hören die ich noch nie Live erlebt hatte: Crosby-Stills & Nash.
Es war wie eine Zeitreise, Wunderbar. Erinnerungen aus den 60's wurden wach. Die Stimmen von Nash und Crosby sind noch stets ein Erlebnis. Wenn sie erklingen, der harmonische Gesang ist Perfekt, dann denkt man sofort auch an andere große 60's Bands wie z.B. die Beach Boys, Peter Paul & Mary u.s.w. Auch die Tagespolitik kam in ihren Liedern nicht zu kurz (Kritik am Krieg...). Marrakesh Express,Wooden Ships, Judy Blue Eyes, Our House und Teach your Children versetzten mich mal kurz 40 Jahre zurück.
Kaum zu glauben aber der Abend wurde noch besser, denn nach kurzem Umbau sollte John Fogerty auf der Hauptbühne erscheinen.
In der Umbaupause habe ich mir noch schnell Southside Johnny & The Asbury Jukes angehört, Genial die raue Stimme von Johnny und seine Tom Waits Interpretationen sind einfach nur Perfekte Mukke. Zurück zur Hauptbühne:
Die Band, u.a. mit Rockabilly Legende Billy Burnette, intonierte schon mal schwere swamp lastige Musik und dann sprang er auf die Bühne: John Fogerty.
CCR klang damals auch nicht besser, eher schlechter. Ein Gassenhauer nach dem anderen jagten mir und den meisten Zuhörern einen Schauer über den Rücken, Gänsehautfieber und Mitsingen war angesagt. John Fogerty ist zwar 65 aber hat den Esprit eines 25 jährigen. Whole Stop the Rain, Forunate Son (mit aktuellem Bezug), Born on the Bayou, Traveling Bend, Down on the Corner,Lodi, mein Favorit: Green River u.v.a.
Besser konnte dieser Tag nicht zu Ende gehen: Bad Moon Rising? Ja, für die Holländer sollte der nächste Tag schlecht enden.

The 1.90's und Nicole Fermie, Anil (Schwermetall) genau wie die Texas Hippie Coalition habe ich sausen lassen, war auch gut so.
Von Uriah Heep bin ich zur Michael Schenker Group ins Zelt gewechselt, was sich als gute Idee herausstellte. Michael Schenker spielte nicht nur seine Hardrock lastigen Titel sondern auch mal halbakustik und den ein oder anderen Blues, der Mann ist noch immer einer unserer Besten.
Ich wollte erst nicht hingehen aber dann habe ich es mir doch angetan: Status Quo. Gute Idee! Die Menschenmassen tobten sich bei über 30°C so richtig aus. Die Stimmung war kaum zu überbieten. Eines muss man diesen Uraltrockern zugestehen, Stimmung machen können sie noch immer.
Billy Idol war als nächster auf der Hauptbühne zu hören, konnte mich aber nicht in seinen Bann ziehen, ich habe mich Wassertechnisch versorgt und die holländischen Fußball Fans beobachtet, ca. 90% der anwesenden schienen plötzlich in Oranje gekleidet zu sein. Nervosität machte sich breit.
Aus der Haupttribühne wurde eine überdimensioniertes TV und ab 20:15 wurde aus Südafrika Live übertragen.
Ich suchte das Zelt auf, welch geniale Idee. Taylor Hawkins & The Coattail Riders sagte mir absolut nichts. Ich dachte an Americana gepaart mit Country. es kam ganz anders. Diese Band hat mich voll überzeugt. Ich weiss noch immer nicht wie sie auf CD klingen aber Live sind sie eine Offenbarung. Der Drumer, Taylor Hawkins, war früher bei den Foo Fighters, und singt mit einer erstklassigen Stimme. Die Musik ist wieder mal so eine Mukke wie sie nur die Ami's hin bekommen. Genau wie Woodbrain oder Dirty Sweet kann man sie einfach in keine Schublade stecken. Ich war nur überrascht das anscheinen viele Leute diese relativ neue Band kannten. Americana-HipHop-Country-SouthernRock-Hardrock mit einem Schuß Funk und Soul...hab' ich etwas vergessen? Blues war's nicht.
Egal, es war Saugut.
In Südafrika entwickelte sich das Fußballspiel zum Rugby-Kung Fu und im Zelt kam ein Mann auf die Bühne dessen Vater ich noch heute für seine geniale Musik bewundere und den ich einige male Live erlebt habe: Frank Zappa heißt der Vater, Dweezil der Sohn und der spielte an diesem Abend Frank Zappa. Es gelang ihm in sehr beeindruckender Weise.Er hat annähernd die Stimme seines Vaters aber was er sicher in seinem Erbgut hat, ist die Musikalität und Virtuosität vom Dad.
Ich war doch sehr erstaunt.
Das kung Fu fighting in Südafrika ging in die Verlängerung, Toto mussten auf ihren Auftritt warten. Ich blieb im Zelt, wenige waren mit mir und es wurden auch nicht mehr als die Legenden Ray Manzarek und Robby Krieger (The Doors) auf die Bühne traten.
nur einmal hatte ich sie in den 70's gesehen, damals noch mit John Densmore an den Drums jetzt mitTy Dennis am Schlagwerk, Ray sang damals. Jetzt sind sie zu fünft, am Baß Phil Chen und die Rolle des Jim Morrison muss (soll) Mijenko Matijevic erfüllen. Ganz in schwarzes Leder gekleidet mit dunklem Wuschelkopf steht er auf der Bühne und gibt sein Bestes. Er wird zwangsläufig mit Jim verglichen, obwohl, es ist nicht Fair.
Der Mann hat eine wunderbare Stimme, die sehr an Jim erinnert, darum hat man ihm auch diesen Platz in der Band angeboten. Er liefert eine gute Bühnenshow die aber doch irgendwie einstudiert wirkt.
The Doors 2010 sind doch nur eine hälfte der Doors. Ich bin ein Fan der Doors der 1.Stunde und nach 40 Minuten hielt mich nichts mehr in diesem Zelt. Der Zug ist am 3.Juli 1971 in Paris abgefahren.
Hier wird nur versucht die Rente auf zu bessern.
Nach 116 Minuten Kampf, Krampf und vielen Unsportlichkeiten endete die Südafrika Tour der Oranjes in einem Tränenmeer. Ein kleiner Spanier sorgte für schlechte Laune in Weert. Toto hatten es nicht leicht gegen die Schwermut anzusingen, es gelang ihnen hoffentlich, ich bin vorher abgereist und mit mir die meisten niedergeschlagenen Oranjes.
Bei ähnlichem Programm bin ich im nächsten Jahr wieder dabei nur bitte ohne Fußball (Rugby) Übertragung.
Bernd

easy Baby

rockinxxl Offline




Beiträge: 167

19.07.2010 12:18
#2 RE: BOSPOP 10. & 11.Juli (Weert/NL) antworten

hatte ich vergessen, Fotos und Videos gibt es auch
hier der Link, ich selber war zu Träge and diesen zwei superheißen Tagen. Meine Fotos habe auch nicht die Qualität.
BOSPOP Fotos & Videos

easy Baby

pavelk Offline



Beiträge: 52

21.07.2010 09:01
#3 RE: BOSPOP 10. & 11.Juli (Weert/NL) antworten

Danke für den interessanten Bericht. Erstaunlich finde ich die sehr breitgefächerte Auswahl an Genres und das Aufgebot der Akteure. Für diese Art Massenveranstaltungen habe allerdings kein Faible, sie scheinen aber den offensichtlichen Bedarf zu bedienen. Mit deiner Ansicht über z. Bsp. die "Doors" gehe ich völlig konform. Der Eindruck, dass die verbliebenen Bandmitglieder noch immer vom Erbe der wirklich einmal außergewöhnlichen Band zehren wollen, ist leider immer wieder, sowohl live ( wie ich es selbst erlebt habe) als auch bei den Releases nachvollziehbar.
Mein Tipp dafür: die zeitgenössischen Originalalben auflegen, die Augen schließen, zuhören und genießen. Den posthum veröffentlichen und/oder live gebotenen Aufguss am besten vergessen. Jimmy Vaughan habe ich 1980 live erleben können, auf den Maifestspielen in Wiesbaden.
Greetz aus Kölle von
Pavel

BlueSoul Offline



Beiträge: 102

25.07.2010 10:30
#4 RE: BOSPOP 10. & 11.Juli (Weert/NL) antworten

Danke für den Bericht.
Hatte bis zuletzt darüber nachgedacht, einen Ausflug nach Weert zu machen.
Mir war's dann aber einfach zu heiß und insgesamt hat das Programm - trotz Staraufgebot - nicht 100 % meinen Geschmack getroffen.
Nach dem Bericht und auch wegen des Fussballs bin ich jetzt froh, dass ich ein relaxtes Wochenende zu Hause verbracht habe.
Bin in Deutschland nicht zu den Public Viewings gegangen und auf einem Blues Festival brauche ich das ganz sicher auch nicht.
Schade für Toto, dass die Stimmung nach dem Kung-Fu-Fight im Eimer war.

rockinxxl Offline




Beiträge: 167

29.07.2010 20:08
#5 RE: BOSPOP 10. & 11.Juli (Weert/NL) antworten

die Stimmung bei Toto war sehr gut, nur waren 2/3 der Leute gegangen, nach meinem empfinden. Ich bin dann auch weg weil es doch sehr spät geworden war.
Im Zelt konnte man Musik genießen ohne das man von der Leinwand gestört wurde.
Bernd

easy Baby

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