Bin ich doch Fan von...seid seiner Zeit bei Bloodline verfolge ich die Karriere des Joe Bonamassa. Seine Musik hat mir immer gefallen, bis auf wenige Ausnahmen. Seit seinem Albert Hall Auftritt im Mai 2009 scheint mir der junge Mann doch so langsam aber sicher die Bodenhaftung zu verlieren. Das zeigte sich beim Interview, anlässlich des 18.Grolsch Bluesfestivals in Schöppingen, es war mein insgesamt drittes Interview mit ihm und das Schwierigste. Er wirkte zeitweise Überheblich, dann wieder Cool, manche Fragen beantwortete er in kindlicher Manier und zum Ende hin wirkte er beinahe Abwesend. Zum Album "Black Rock": 13 Titel, 53 Minuten Spielzeit, Sound: mäßig bis mittelmäßig (soll angeblich so gewollt sein, back to the roots), 5 Titel stammen aus seiner Feder die anderen: Steal your heart away-Bobby Parker, I know a place-John Hiatt, Spanish Boots-Jeff Beck, Bird on a wire-Leonard Cohen, three times a fool-Otis Rush, Night Life-Willie Nelson, look over Yonders wall-James Clark und Baby you gotta change your mind-Blind Boy Fuller. Gefallen haben mit nur drei Titel:Bird on a Wire, Night Life und Three Times a Fool. Athens to Athens wäre besser nie aufgenommen worden und die Spanish Boots höre ich mich dann doch lieber im Original an und wem das Original von "Baby you gotta change your mind" von Blind Boy Fuller im Ohr klingt der kann auf diese version verzichten. Das sich Led Zeppelin vergeblich an dem Bobby Parker Stück "Steal your heart away" versucht haben wird von Joe im booklet beschrieben, er bringt es in Led Zep manier. Ich hatte mehr Blues erwartet aber anscheinend geht der Zug in eine andere Richtung, schade. Bernd
Meinem Dafürhalten nach ist der Sound der gesamten CD zu mittig, auch stören mich die vielen folkloristischen Einsprengsel ( orientalisch, griechisch, etc. ), die meinem Eindruck nach in bestimmten Bereichen wenig homogen, sondern eher gewollt klingen. Auch vermisse ich die in anderen Alben sonst durchaus von Joe gebotene Dynamic. Mein Fazit nach mehrmaligem, konzentrierten Hören ist: es gibt bessere Alben von Joe Bonnamassa als dieses. Greetz aus Kölle von Pavel
kann ich absolut nicht nachvollziehen, diese Aussage. Ich finde den Sound für diese Art von Musik sehr angemessen: klingt schön "warm", nicht zu digital oder clean. Mich interessiert's auch nicht, ob der Sound nun "mittig" daher kommt. Aber ich hab' auch keine High End-Anlage daheim. Es interessiert mich eher die offerierte Musik an sich (ob das fertige Werk nun als "Blues CD" katalogisiert werden darf oder nicht ist für mich nicht von Belang). Und musikalisch gefällt mir die neue Bonamassa. Seine letzten Alben wirkten m.E. wie eine Wiederholung des "You And Me"-Konzepts. Mit "Black Rock" schlägt Bonmassa endlich wieder einen anderen Weg ein, klingt wieder erdiger. Die "Folk-Sprengsel" finde ich gelungen, nur "Quarryman's Lament" gefällt mir nicht so recht. Blues Puristen tun sich trotz des (gelungenen) Gastauftritts von BB King erwartungsgemäß schwer mit diesem Werk; das wundert mich nicht. Aber egal, jedem das seine.;-) Feine Platte, mir gefällt's!
„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs __________________________________________________
"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel