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 Konzertberichte
HRVolker Offline




Beiträge: 727

20.03.2010 12:30
R.J.Mischo und Band in der Manege/Ratingen am 17.03.10 antworten

Mein Geschreibsel dazu:

Manege frei hieß es Mittwochabend um 20 Uhr 30 in der Manege in Ratingen Lintorf für harmonische Töne aus diatonischen und chromatischen Mundharmonikas von R.J.Mischo, Saitenweise begleitet von Jan Mohr, der mit zahlreichen feinen Gitarrenläufen brillierte, Basssaitenweise unterstützt von Dirk Vollbrecht, vorangetrieben wurde die Musik von Bluesschlagzeugerurgestein Andreas Bock.

Keinerlei disharmonische Töne trübten die kommenden ca. 120 Bluesminuten, Robert Joseph Mischo, gebürtig aus Minneapolis und nun im US Bundesstaat Arkansas lebend stellte uns u.a. einige Kompositionen seiner neuen und mittlerweile zehnten CD " Knowledge You Can`t Get It In College " vor, mit dieser CD im Gepäck ist er zur Zeit unterwegs in Westeuropa.

Mischo sorgte auch auf zahlreichen anderen CDs für feine Harmonikaklänge und kräftigen Gesang und ist seit über 20 Jahren unterwegs im Auftrag des Blues, seine Bluesroots liegen in den Klängen u.a. von Muddy Waters und Howlin` Wolf, Little Walter und Charlie Musselwhite.

Jan Mohr und Dirk Vollbrecht sind in der Hamburger Bluesband The Chargers involviert und Andreas Bock schwang viele Jahre die Sticks bei B.B. & The Blues Shacks, da stand und bewegte sich eine absolute Klassetruppe auf dem Podium.

Wade In The Water, ein Klassiker von Jazzpianist Ramsey Lewis, eröffnete und das " drückte " von der ersten Sekunde an mächtig nach vorne und zur Seite, es swingte ungemein, das machte Spaß, vor und auf der Bühne.

Von Roberts erster eigenmächtigen CD – Gonna Rock Tonight - stammte der nächste und mittelschnelle Song " I Got A Good Woman ", das groovte durch die sehr geschmackvollen Töne aus den Luftkanälen Hohnerscher Bauart, Mischo mischte die Manege auf und diese seine Stimme hat sowieso diesen gewissen ZumBluesbrauchtsdiesenTouch und Jan steuerte exquisite Gitarrentöne bei, Dirk und Andreas waren auf gleicher Höhe und der Applaus nachdem hatte schon ordentliche Schallwerte.

Die chromatischen Klänge kamen in der nächsten Zeit auch oft zum Einsatz, in der ersten Komposition seiner neuen CD " Two Hours From Tulsa ", das wir ca. 100 denBluesliebhhabende auch mitkriegten, stimmzüngelte der Meister ein fulminantes Solo aus den Kanälen und die drei anderen Jungs unterstützten die Klasse mit Klasse.

Von der neuen Compacten stammte auch " Please Don`t Leave ", Chicago in Ratingen, Bluesweltstadt in einer deutschen Bluesveranstaltungshauptstadt, das Piano auf der CD wurde hier in diesem unserem Lande live nicht durch die Harp ersetzt, sondern erneuert.

It`s Slowbluestime mit Devil`s Love Sin und wiedermal eine Harp zum (Stimm)zungenschnalzen und eine Gitarreneinlage zum Saitenerschauern.

Ein Gitarreninstrumental mit Bass und dezenter Schlagzeuguntermalung hörten wir kurz vor der Pause, Jan Mohr nahm uns mit mit einer Komposition des amerikanischen Jazzgitarristen Kenny Burrell, das Ganze hatte im Erweiterten für meine Ohren auch Peter Greensche Anleihen, was für ein feiner und fetter und geschmackvoller und gefühlvoller Gitarrenton, mich hob es mal wieder aus den Tretern und ich hatte sehr viel Spaß in den bei mir schon lange Zeit nicht mehr sichtbaren Backen!

Mit dem knackigen Harprocker " My Baby She`s Got It " seiner Meet Me On The Coast CD entließ uns die Viererbande in eine Verschnauf - und Merchandisingkofferbesichtigungspause, der wurde zu recht leerer und leerer und einige Male erschallte der Ruf nach einem Plastikbeschreibfähigen Filzstift, Autogramme standen hoch im Kurs.

Im zweiten Set wurden wir noch mit The Train traktiert, ein wunderbar zügig!! fahrender Titel aus der Here Come To Play CD, ohne Zwischenhalt ging es weiter über zahlreich vorhandene Bluesstrecken, ein Gimmick war mittendrin noch die Harp - und Gesangmitmachaktion von Roger Wade, seines Zeichens Namensgeber der Swingjumper Little Roger & The Houserockers aus dem Rheinland, wir hörten den Icecream Man und wir erfuhren, das die Houserocker und R.J. im Mai einige Konzerte hier in Deutschland bestreiten.

Down In The Bottom von der neuen erfreute uns danach und die vor John Lee Hooker Verbeugung fand mit seinem Lied Crawling King Snake statt, das schnarrte im Stile des Boogiemeisters aus den Boxen.

Die Manege spendete den verdienten und begeisterten Applaus für die vier Jungs und wieder mal bedanke ich mich auch bei den Machern dieses Kleinods des Blues für die Gelegenheit, solch großartige Musik in meiner Nähe zu hören, danke noch mal an alle Beteiligten dieser Veranstaltung!

Volker

Ois is Blues!

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