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Für die rein Blues-Orientierten möchte ich gleich vorwegnehmen, Madison Violet sind keine Blues Band, aber vielleicht hört der ein oder andere ja auch was anderes als Blues. Musikrichtung von Madison Violet würde ich mal vorsichtig umschreiben mit melodischem Folk mit leichtem Country-Einschlag unterlegt von 2 wunderbaren Stimmen. Wer jetzt mal in die Musik reinschnuppern möchte, kann das hier tun: http://www.myspace.com/madvioletmusic Dort findet man auch die Konzerttermine, ein paar Konzerte in Deutschland gibt's noch.
Das Café Steinbruch war ausgesprochen gut gefüllt als ich so gegen 20:15 Uhr ankam, aber auf mich wartete noch ein schönes Plätzchen in Nähe der etwas erhöht liegenden Theke mit klasse Sicht auf die Bühne. Im Hintergrund läuft Musik von "Band of Horses", genau richtig um meine Systeme runterzufahren und mich einzustimmen. So gegen 21:00 Uhr betritt das Duo Madison Violet, bestehend aus Lisa Maclsaac (Gesang, Gitarre, Fidel, Mandoline), Brenley MacEachern (Gesang, Gitarre, Mundharmonika), die Bühne. Begleitet werden sie von einem Bass-Mann, dessen Namen ich nun leider nicht kenne, weil er nicht auf der Homepage gelistet ist.
Und los geht's. Und sie haben mich ... vom ersten Akkord und vom ersten Ton an, der von Brenley MacEacherns Lippen kommt. Eine wunderbar weiche, manchmal ganz leicht heisere klingende Stimme. Aber auch Lisa MacIsaacs Stimme begeistert mich. Und auch die Instrumente beherrschen die beiden. Klasse. Die Drei auf der Bühne harmonieren perfekt und die beiden gut aussehenden Ladies unterhalten nicht nur mit ihrer Musik, sondern kündigen die Songs auch sehr unterhaltsam an. Sie verstehen es, das Publikum in den ein oder anderen Song musikalisch einzubinden, was soviel heißt, dass wir bei "Small of my Heart" das "Uh uh uh" gerne mitsingen. Das ist ja nicht bei jedem Konzert so, dass das Publikum mittut. Sehr schön. Dann ist schon Halbzeit, ein kurzes Päuschen und weiter geht es. Da ich bislang keine Musik von Madison Violet zu Hause habe, kann ich leider nicht mit einer Setlist dienen. Die Zeit verfliegt und dann wird schon das letzte Lied angekündigt. Schade. Nicht nur mir hat es gefallen, zwei Zugaben werden energisch eingefordert und die Band kommt dem gern nach.
So, jetzt noch in die Schlange am CD-Stand einreihen. Glücklicherweise sind die Vorräte ausreichend. Signatur muss auch sein. Und ab nach Hause mit 2 CDs im Gepäck: "Times And Tide" und "Caravan". Die erste CD läuft gerade. Und dieser ergreifende Song "The Woodshop", der über den Verlust des Bruders erzählt, ist mit drauf. Da habe ich während des Konzerts ganz schön Schlucken müssen und es war Mucksmäuschenstill im Steinbruch. Das ist mir dort übrigens schon öfters aufgefallen; das Publikum kommt überwiegend, um die Musik zu geniessen und nicht, um zu klönen. Ich habe noch nichts über den Sound gesagt, was soviel heißt: Sound-Mann und Sound waren gut.
Fazit: Das war ein richtig klasse Abend.  Ich habe Madison Violet nicht zum letzten Mal gesehen und freue mich darauf, morgen die zweite CD in den Player zu schieben.
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