Um es gleich vorweg zu nehmen, mit seinem neuen Album "Just As I Am" kann der junge BluesRock-Gitarrist aus Herfordshire/England erneut positiv auf sich aufmerksam machen. Eine gelungene Mixtur aus Power Blues mit pfeilschnellen Gitarren Licks auf seiner Stratocaster die an Buddy Guy und Walter Trout erinnern, ohne das er diese Künstler imitiert. Im Gegenteil, Danny Bryant hat sich gerade in den letzten Jahren in hunderten von Auftritten das Fundament zu seinem eigenen Gitarrenstil erarbeitet. Natürlich hört der aufmerksame Blueser hier Danny´s Roots nämlich Jimi Hendrix, Robin Trower, Buddy Guy und ebenso Walter Trout und das sind nicht gerade die schlechtesten Vorbilder. Dann gibt es da noch die andere Seite von Danny; sein kompositorisches Vermögen einfühlsamen Balladesken Klängen Ausdruck zu verleihen. Das Danny Bryant stimmlich limitiert ist steht nicht im Widerspruch zu seinen gekonnt dargebrachten leiseren Tönen. Unter dem Motto - weniger ist mehr - gelingt Danny hier die Symbiose zwischen gefühlvollem SlowBlues und seiner Stimme, die er der Aussage des Songs unterordnet. Mal anklagend, mal flehend, sein Gefühlsleben offenbarend und mit hohem Wiedererkennungswert und eigenem Charme.
1. Shut Out The Light Knallig, straight ahead - kein Zweifel aufkommend lassen - hier kommt Danny 3.09
2. Blues for Buddy Agonie, eine kalte einsame Nacht...er ruft sie an...sie ist nicht da sagt der Operator...was tun ?...er stellt das Radio an findet einen Bluessender (vielleicht JJBR?) und hier...WOW ! Buddy Guy, Lightning Hopkings, Freddie und BB... hier zeigt Danny Bryant sein ganzes Können ! Hut ab Danny - 21 !!! 4.27
3. For The Last Time Slow Blues, mit den vorher beschriebenen stimmlichen Eigenschaften 5.35
4. Every Time The Devil Smiles Mid Tempo Bluesrock ... Beware of the Devil :-) ... Klasse ! 4.28
5. Just As I Am Man hat ihn verletzt, ausgelacht, schlecht behandelt...Slow Blues der Sonderklasse...mal flehentlich mal anklagend. 5.20
6. Master of Desaster Singer Songwriter Blues, der sicher auch gut mit einer einzigen Gitarre klingen würde - und vielleicht wurde er ja auch so komponiert. 5.16
7. Day By Day Wuchtiger Slow Blues der an Robin Trower erinnert. Etwas für den gestressten Blueser nach einem arbeitsreichen Tag. 4.34
8. The Hard Way Mid Tempo Bluesrock...knallig...straight ahead...wuchtig. 4.49
9. Alone In The Dark Ein Meisterwerk. Slow...mit Feeling...zum träumen und am Ende merkt man nicht, daß fast 10 Minuten vergangen sind 8.26
Fazit: Ein absolut gelungenes und sehr zu empfehlendes Album. Spartanisch aber gekonnt eingespielt. Es wird auf alles überflüssige verzichtet. Keine stimmliche Akrobatik untermauert von Chorgesängen. Keine überflüssigen Overdubs. Keine Bläser, keine Orgel, keine Hall Orgien.
Der einzige Wehrmutstropfen ist, daß das Werk mit ca. einer dreiviertel Stunde zeitlich recht knapp gehalten ist. Der eine oder anderen Song mehr hätte dem Gesamtwerk keinen Schaden zugefügt.
Just Danny Bryant...Check it Out...sehr zu empfehlen !
Mit Gruß & Blues,
P e t e r
´cause I´m a Bluesman - but a good man - understand ?