Er hat den wechsel zu Ruf nie bereut,bei Alligator wollte man ihn nicht mehr, und nun ist er bei Thomas Ruf angekommen. Was als erstes auffällt ist das seine Gitarre irgendwie sanfter klingt und er mehr als gewohnt singt. Das und die Tatsache das es ein hervorragend produziertes Album ist machen es zu einem Klasse Neustart. Illustre Gäste sind mit Rod Piazza und Ehefrau Honey auch dabei (Fannie Mae) das Album wurde produziert von keinem geringeren als Keb' Mo' und das hört man. Harmonisch ist ein Ausdruck der mir als erstes einfällt wenn ich das ganze Album beschreiben soll. Klasse Songwriting und das Coco Gitarre spielen kann muss man nicht extra erwähnen. Ich habe einige Songs Live auf der Legendary Blues Cruise hören können und mit Coco über seinen Labelwechsel gesprochen. Er fühlt sich gut aufgehoben bei Ruf records und Live werden wir ihn schon sehr bald auf Deutschlands Bühnen erleben können wenn er mit den Damen Meena und Shakara S'Aida als Blues Caravane auf Tour geht. Ich gehe hin... Bernd
...alles Orte am Arsch der Welt, von mir aus gesehen. Warum gibt's keinen Event im Viersener Saal Birgit, denn der Schuppen ist Kult im niederrheinischen Bluesgeschehen!!!
...auch als Ruhrpöttler bin ich lieber im Viersener Saal Birgit als irgendwo sonst. Was mich mehr stört sind die Termine unter der Woche, die vor 21:00 Uhr beginnen. Habe mir aber trotzdem ein Karte für Bochum Langendreer gegönnt. Hoffe, dass die Baustellen auf der A40 bis dahin Geschichte sind.
„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs __________________________________________________
"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel
Kann man offiziell leider erst ab Mitte Februar kaufen. Um das Warten zu verkürzen, empfehle ich die "Dirty Deal." Die kann niemanden kalt lassen. Sie läßt Erinnerungen hochkommen an die beste Bluesband die es je gab, das waren John Mayalls Bluesbraekers mit Walter Trout und Coco Montoya an den Gitarren. Greetz aus Kölle Pavel
Nun liegt es also vor, das viel umworbene neue Album von Coco Montoya. Es ist schön....vielleicht zu schön ! Wenn der Zweck war mit diesem neuen Album ein breiteres Publikum der Zielgruppen zwischen 25 und 45 Jahren zu erreichen so geht diese Rechnung voll auf. Viel Hall, viel Raum für Gefühle, sparsam eingesetzte Hammond B3 Klänge, gefühlvolle Gitarren Solis, und als "Sahnehäubchen" wabert über den akzentuierten Gesang ein mehrstimmiger Chorus. Keine störenden Nebengeräusche und so passen die Songs wunderbar zwischen zwei Werbeblöcke im terrestrischen Radio. Der eine odere andere Song hat sogar das Potenzial für die nächste Kuschelrock CD. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht - es ist durchaus legitim als Musiker "mainstream" zu produzieren und damit Geld zu verdienen, denn schließlich muß auch Mr. Montoya Miete bezahlen, aber es wird seinem Können nicht gerecht. Es ist weich, es ist griffig es ist glatt und eingängig.
Ich möchte hier mal einen kulinarischen Vergleich anstellen. Als junger Mann habe ich ein paar Jahre in der Britischen Kronkolonie Hongkong gelebt und die chinesische Küche kennen- und lieben gelernt. Zurück in Europa war dann die Enttäuschung groß, daß das was hier als chinesische Küche angeboten wird mit der Kochkunst in Asien nun einmal gar nichts zu tun hat. Es schmeckt alles irgendwie lecker, aber es fehlen die Gewürze, es fehlen die Zutaten. Man ahnt, der Koch kann viel mehr, möchte aber niemanden verschrecken, und es muß für alle irgendwie passen.
So geht es mir mit diesem Album...es ist schlicht und ergreifend "Mainstream".
1. Hey Senorita Salsa Musik mit kurzen prägnanten Gitarrenriffs in den Gesangspausen. Chorus und Latin-Piano laden zum Tanzkurs "Latin für Fortgeschrittene" in der Tanzschule ein. 3.56
2. I Want It All Back Bluesige mid-tempo Ballade...mehrstimmiger Chorus...funky Bass 4.36
3. Forever Slow Blues...Hammond B3 untermalt...schöner Gesang und Chorus...gefühlvolles Solo 4.48
4. Cry Losely Bluesige mid-tempo Nummer..hier ein paar Töne Gitarre, da ein paar Töne Piano, passt punktgenau.
5. As Close As I Have Come Balladesk, glatt, griffig, eingängig 4.28
6. The Life Of My Broken Heart Gesang im Mittelpunkt, funky, nett 5.09
7. The One Who Really Loves You Nett, einschmeichelnd 6.25
8. Fanny Mae That´s Blues Man ! Hier kommt die Klasse von Coco Montoya so richtig zum Vorschein. 3.50
9. Don´t Go Makin´ Olans Funky, groovig und Raum für Zwischentöne 4.57
Ich habe ihn gestern in Bonn im Rahmen des Blues Caravan 2010 live erleben dürfen. Das klang alles wesentlich weniger antiseptisch als auf dem Silberling. Sogar der Titeltrack «I Want It All Back», der in der CD- Version sich ungeschminkt für den Eurovision Song Contest eignen würde, hatte auf einmal mehr Griff und weniger Schmalz. Vielleicht lag das auch an der herausragenden Live- Band bestehend aus Denis Palatin (Dr) Roger Inniss (Bass) und Johnny Dyke (Kb) und der wundervollen Meena, die hier den Backgroundgesang übernahm.
„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs __________________________________________________
"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel
Ich denke, musikalisch und emotionell, (2 Elemente des Blues,und guter Musik überhaupt), muß Coco Montoya nichts mehr beweisen. Ich kann mir vorstellen, dass er in der neuen CD einiges eingebracht hat was ihm persönlich am Herzen lag, mal zu machen. Mir gefällts! Mainstream abfällig zu bewerten, nur weils mehr Leute gut finden?? Ich mag Musiker die das Spektrum ihrer Möglichleiten ausloten.
Ist nur meine bescheidene Meinung, die keinen Anspruch auf Gültigkeit erhebt.
Uli
Music is a language of the emotions *Charles Mingus
In der letzten Ausgabe der bluesnews Nr. 60 gibts ein Interview mit Coco Montoya. Darin äußert er sich auch zu seiner neuen CD. Darin erzählt er, warum er diesen Positionswechsel vollzogen hat. Produziert ist das ganze ja von Keb' Mo'. Dessen CDs finde ich auch ziemlich Mainstream. Ich stimme dir aber durchaus zu Uli, Mainstream ist im Grundsatz erstmal nix verwerfliches - aber live höre ich sowieso lieber. Da klingt so manches um Längen besser als in so einer sterilen Studioatmosphäre.
Gruß Hans
________________________________ Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Nietzsche