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 Konzertberichte
HRVolker Offline




Beiträge: 727

02.12.2009 19:50
Matchbox Bluesband im Kulturzentrum Sinsteden am 28.11.09 antworten

Tach zusammen,

was vom vergangenen Samstag!

Einen Buntgemischten Bluesabend bescherten uns an eben diesem Samstag vor dem ersten Advent vier Musiker aus der Nähe des Maindeltas und dem Hessischen Drumrumland im Kulturzentrum Sinsteden in Rommerskirchen, uns, den ca.100 Zuhörern.

Einigen Sponsoren sei Dank betrug der Eintrittsobulus nur 6 € und Dank geht auch an die Leute vom Kulturzentrum, Kasse und Catering, alles klasse und fein!

Dank natürlich auch an eine Band, eine Bluesband, die den Blues innehat, den Spaß dazu, das dazugehörige Können und das auch Wollen gepaart mit Jahrzehnte geübter, ausgespielter Erfahrung.

Um kurz nach 19 Uhr bestellte der Vierer als erstes Chitlins con Carnes, ein Jazzklassiker aus den Saiten des Kenny Burell, ein " lässiges " Instrumental, das schmeckte schon mal nach mehr und anschließend kam der Jody Williams Song " What kind of gal is that ", gute Frage, und musikalisch im Chicagobluesstyle beantwortet.

Es wird langsam Zeit, in diesem Konzertberichttext die vier Herren ohne Erbarmen aus Hessen vorzustellen, Klaus Kilian Gesang, Harp, Gitarre und ausführliche geschichtliche Exkursionen in Sachen Blues, Bernd Simon an der Gitarre und einmal Gesang, ansonsten sehr viel öfter, aber seine Stimme hatte den Erkältungsblues, Georg Viel saß am Schlagzeug und Matthias Oberländer begleitete am Bass, diese Herren sorgten also für die guten Töne, auch zwischen den Tönen.

Der nächste Song handelte von Eiseskälte und dem Mitarbeiter einer Firma, die damit ihre Geschäfte macht, der Mitarbeiter Blues, nein, der Bofrost Blues, mit einem witzigen Text über eine, schreib ich mal so, Lieferung in ein zu dieser Tageszeit Ehemannlose Haus.

Und mittendrin ein furioses Gitarrensolo, ein sehr fettes dazu, dazu wurde von Klaus Kilian erwähnt, das läge an der guten Mitfleischernährungssituation im Hause Simon!

Fett beinhaltete auch der nächste Song, eine sehr fette Harp, durchs Fahrradlampenmikro auf Kiliansche Art rausposaunt, I Got To Go, eine Little Walter Mundharmonikakomposition.

Puste wem Puste gegeben, klasse!

Dem baldige Weihnachtsfest frönte die Band mit dem nicht von Elvis geschriebenen, aber von ihm gesungenen Titel Santa Claus is back in town, aber mit einem Big Black Cadillac, so steht’s geschrieben und gesungen und gespielt!

Der Weihachtsswing Santa Claus …. ( hab ich leider nicht verstanden ) adaptiert von einer Band namens The Voices wurde nicht schnippisch vorgetragen, sondern schnippig, zahlreiche Publikumsfinger schnippten.

Es blieb Weihnachtlich, es schloss sich die Sonny Boy Williamson alias Rice Miller Geschichte Santa Claus an, die handelt von der vergeblichen Durchsuchung seiner Wohnung nach seinem Weihnachtsgeschenk und wieder hören wir eine Harp, so fett wie es sich für eine Weihnachtsgans geziemt.

Ich möchte an dieser Stelle im wahrsten Sinne des Wortes betonen, die Betonung des Raums durch den Vierer war vorzüglich, das vergnügte und erfreute die Besucher.

Weihnachten war noch nicht durch, der nächste Titel wurde vom Publikum vielstimmig mitrefraint und zwar Rock Rock Rock Mr. Santa, Jump, Jump. Jump. Jump. Jump Mr. Santa, Klaus erzählte vor diesem Lied, das stammt aus den 40er Jahren und wurde damals besungen von Mabel Scott, ihr Scheinehemann Charles Brown schrieb diesen Titel, Scheinehemann deshalb, Brown war schwul.

Zwischendurch verschnaufte die Band mal ein bisschen, CD Konsum und neues Bier holen war angesagt und angesagt wurde als nächstes, jetzt spielen Klaus und Bernd ein bisschen als Duo, so sind sie auch bekannt als die Downhome Percolators, drei Titel, mit Sonny Terry Brownie McGhee Stoff, Stranger streunte durch den Saal, Blind Boy Fuller wurde als nächstes zitiert, ein Stück, das auch durch Rory Gallagher berühmt wurde, sehr schön!

Take a little walk with me machten wir mit, blieben aber im Kulturzentrum, Robert Lockwood urheberte den Walk.

Das war bis hierher und auch weiter Chicago Blues, Delta Blues, Swing, RockenRolliger Rhythm & Blues, erdig, direkt, knackig, toll arrangiert, gelenkig, auch sich verbeugend vor den Legenden der schwarzen Musik.

I hear you knocking im Anschluß, dazu die Geschichte, Originalinterpret war Smiley Lewis aus New Orleans, richtig bekannt wurde das Klopfen aber in den 70ern durch eine Rockversion von Dave Edmunds, die Zuhörerschaft sang kräftig mit, das kannten aber auch alle hier versammelten.

Kiddio sang, aber versang nicht, trotz seiner an den Hustinettenbär erinnernden Stimme, Herr Simon, das klang doch gutrauh, den Versuch erfolgreich bestanden und später hoffentlich keine Rechnung dafür erhalten.

Muddy Waters und Elvis, Chuck Berry und Soul, Eigenkompositionen und viel Humor beinhaltete das restliche Programm, ein netter Abend ging gegen 22 Uhr in die Nacht, mit Livemusik der Band im Twingoplayer verflogen die Kilometer nach Hilden wie im Takt!

Gruß

HRVolker








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