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T-Bone Walker, eigentlich Aaron Thibeaux Walker (* 28. Mai 1910 in Linden (Texas), Texas; † 16. März 1975 in Los Angeles), amerikanischer Bluesgitarrist, Sänger und Songschreiber, war einer der einflussreichsten Bluesmusiker des frühen 20. Jahrhunderts und Pionier der elektrischen Gitarre. Er hatte afroamerikanische und Cherokee-Vorfahren.
T-Bone Walker
S t y l e and I n s p i r a t i o n
T-Bone Walker ist einer der wichtigsten Begründer des modernen Blues – der Mann, der ihn elektrisch verstärkte. Er dominierte den West Coast Blues in den 40ern und 50er Jahren. Sänger, Texter und Gitarrist – er war ein wahrer „Architekt“ des Blues, dessen Stil unzählige Musiker inspirierte, angefangen von Chuck Berry, B.B. King, Clarence Gatemouth Brown, Duke Robillard, Johnny „Guitar“ Watson, Eric Clapton, Jimi Hendrix um nur ein paar zu nennen, den es gibt so gut wie keinen Gitarristen im Blues, Rock oder Pop Bereich, der nicht seine „Licks“ spielt. Bewusst oder unbewusst!
Er war der erste den ich auf der elektrischen Gitarre hörte, erinnerte sich B.B. King, und ich war so fasziniert das ich losging, um mir auch eine zu kaufen. Tag und Nacht habe ich geübt, aber es gelang mir nicht annähernd seinen Sound zu reproduzieren, so dass ich dann mein eigenes Ding gemacht habe.
Mitte der 30er Jahre experimentierten die ersten Gitarristen mit Verstärkern, die recht unzuverlässig waren, da die Technik damals noch sehr zu wünschen übrig ließ. Von Kontrolle natürlich keine Rede. Trotzdem schlossen manche Jazzmusiker, so zum Beispiel Eddie Durham, ein Mitglied des Count Basie Orchestra und Charlie Christian von Benny Goodmans Big Band wagemutig ihre Instrumente an Verstärker an und experimentierten mit dem neuartigen Klang. Für Bluesgitarristen stellte sich das Problem damals nicht, eine Big Band übertönen zu müssen, und sie sahen keinen Grund zur E-Gitarre zu greifen. Als T-Bone Walker die ersten elektrifizierten Töne produzierte, rief er in Blueskreisen eine Revolution hervor. Der klare Sound seiner Gitarre gab dem Blues neue Dimensionen. Hell, scharf und schrill, untermalt von Jazzklängen, ein buntgewobener Klangteppich mit modernem Zeitgefühl. Ein Blues, den niemand zuvor gehört hatte und der die R&B Klänge der 20er Jahre weit hinter sich ließ.
T-Bone war in der Lage aufgrund seines umfassenden musikalischen Vermögens in jeder Jazz, oder Blues Band zu spielen. Sein Gitarrespiel war durchwoben von pfeilschnellen Licks und untermauert von Jazz Akkorden, Nonen Akkorden, Dominant Sept Akkorden, Moll Akkorden und oder verminderten, halbverminderten oder übermäßigen Akkorden. Sein Timing war unfehlbar – dem Takt immer um einen Sekundenbruchteil voraus, perfekter Swing. Man könnte sagen, er war ein Bluesman mit der Seele eines Jazzers. Wenn er vor sein Publikum trat eröffnete er die Show..und es war immer eine Show gespickt mit Tanzeinlagen, Spagat, die Gitarre hinter dem Rücken oder über dem Kopf gspielt, mit den Worten: „ Good evening Ladies and Gentlemen“ , „Tonight You hear nothing but the Blues“ 
„Er revolutionierte den Blues“, so Ralph Bass, der die ersten epochenmachenden Platten T-Bone Walkers produzierte. „Alle Experimente auf der Gitarre, bis zum heutigen Tag, haben ihren Ursprung in T-Bones ersten Versuchen. Ganz eindeutig.
Walker kam am 28 Mai 1910 in Linden/Texas als Aaron Thibeaux Walker zur Welt. Daher der spätere Künstlername – es ist eine Verhunzung seines französichen Nachnamens. Kurz nach seiner Geburt trennten sich seine Eltern, und seine Mutter zog mit ihm nach Oak Cliff, einem schwarzen Ghetto von Dallas. Sein Stiefvater Marco Washington spielte in einer stadtbekannten Stringband und von seiner Mutter wird berichtet, das sie ebenfalls Gitarre spielte und sang. Manchmal kamen Bluesmen aus der Umgebung zu Besuch und spielten etwas vor. So lernte T-Bone u.a. „Leadbelly“ oder Blind Lemon Jefferson kennen. Der zarte, schlanke Aaron begann seine Showbusiness-Karriere als Tänzer. „Pirouetten und Spagat“, sagte T-Bone einmal, „das brachte etwas Geld ein“. In den folgenden Jahren verdiente er sich sein musikalisches Brot in den Kleinstädten im Norden und Westen von Texas. Er spielte in billigen Kneipen und JukeJoints und verprasste das Trinkgeld dann wieder beim Würfelspiel. 1936 zog Walker nach Los Angeles, wo er sich auf der Central Avenue, der Reeperbahn der Schwarzen, schnell einen Namen in Clubs wie dem Alabama oder Plantation machte. Er sprengte sogar die Rassenbarrieren, als er 1940 im Trocadero, dem Prestige-Club der Weißen auftrat. Im selben Jahr spielte er den T-Bone Blues mit der Les Hite Big Band ein.
Die ersten Songs
Von 1942 bis 1944 gab er Gasteinlagen auf der Gitarre bei Aufnahmen mit dem Boogie-Pianisten Fred Slack und dessen Band, zwei davon „I Got a Break Baby“ und „Mean Old World“ , mit Gesangseinlagen – die erste Platte in seinem neuen Bluesstil. 1946 unterzeichnete er einen Vertrag mit dem kleinen L.A. Label Black & White. Seine erste Single für Black & White – „Bobby Sox Baby“, war auch der erste Hit des Labels. T-Bone Walker war nun nicht mehr zu bremsen. Mit den rund 50 Platten, die T-Bone Walker zwischen 1946 und 47 für Black % White einspielte, kreierte er fast im Alleingang einen neuen Bluesstil. Die Stimmung die er vermittelte, unterschied sich wesentlich von der seiner Chicagoer Kollegen. Walkers Songs zeichneten sich durch Witz und Ironie aus, hatten Titel wie „No Worry Blues“ oder „That´s Better for Me“ Auch die Instrumentalbesetzung war anders. „T-Bone“ hatte eine Vorliebe für Bläser erinnert sich B.B. King. „Ihr Einsatz war immer genau im richtigen Moment, war wunderschön. Auch seine Rhythmus Sektion war herausragend. Ich fand immer, daß´T-Bone sich seinen Musikern perfekt anpasste. Der beste Sound, den ich je gehört habe“.
Ende der 40er bis Mitte der 50er Jahre war T-Bone uneingeschränkter Herrscher des West Coast Blues. Nach seinen Anfängen bei Black & White unterschrieb er einen Vierjahresvertrag mit Imperial und produzierte so hervorragende Platten wie „Glamour Girl“ und den Blues Standard „Cold, Cold Feeling“ Mit Lowell Fulson, Big Joe Turner, Wynonie Harris und Ray Charles trat er im ganzen Land in Blues Revuen auf. Doch wie für die meisten Bluesmen war seine große Zeit mit der Ankunft des Rock ´n Roll erst einmal zu Ende. 1954 wurde der Vertrag mit Imperial nicht mehr erneuert. Atlantic holte ihn zwar zu sich, doch er spielte in den folgenden fünf Jahren nur ein einziges Album und einige wenige Singles ein. „Es lag nicht daran, daß der Blues nicht mehr gefragt war“ erinnerte sich Walker später. Muddy Waters und John Lee Hooker hatten nach wie vor Erfolg. B.B. King war groß im Kommen. Nur bei mir sah´s nicht so rosig aus. Es war bekannt, dass ich gesundheitlich angeschlagen war. Die Strapazen vergangener Tourneen und übermäßiger Alkoholkonsum hatten ihm chronische Magenprobleme eingebracht.
Comeback
Er war jedoch zu viele Jahre fester Bestandteil der Bluesszene gewesen, als dass man ihn völlig vergessen konnte. 1962 riefen die deutschen Promotor Horst Lippmann und Fritz Rau das seitdem jährlich stattfindende American Folk Blues Festival ins Leben. Walker gehörte zu ihren Spitzenkandidaten. Sie hatten gut gewählt – zusammen mit alten Bluesfreunden wie Memphis Slim und John Lee Hooker begeisterte er in 7 Ländern das Publikum. 1967 war er dann auch wieder im Aufnahmestudio und spielte für das neue Label Bluesway zwei Big Band Alben ein. Stormy Monday Blues und Funky Town. In Frankreich nahm er für Black & Blue die locker-lässige LP Feeling the Blues und das lautere, funky Good Feelin´auf. 1971 trat er in ein paar Konzerten mit dem Bandleader Johnny Otis auf. „Wenn es nur irgend möglich war“, so Otis „holte ich T-Bone, Joe Turner und Eddy Cleanhead Vinson zusammen auf die Bühne. Sie mochten und respektierten einander, hatten aber dabei meist „einen in der Krone“ Haarig wurde es , wenn die drei anfingen miteinander zu wetteifern. „Guck ihn dir an, „besoffen am Mikrophon“ sagte der eine. „Laß mich lieber da rauf“ der andere. Und dann stritten sich alle drei darum, die Show zu beenden.
1973 zollten ihm die Rock ´n Roll Texter Jerry Leiber und Mike Stoller mit der Doppel LP „Very Rare“ Tribut. Mit dabei waren die Jazzmusiker Dizzy Gillespie und Gerry Mulligan. Er ist auf dieser Platte, seiner letzten, nur auf ein paar Tracks dabei. Seine Gesundheit, die ihm so oft einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, verschlechterte sich zusehends. Er musste in´s Krankenhaus und starb dort ein paar Monate später, am 16. März 1975. Zum Abschluß soll B.B. King das Wort haben: „Wenn dir das Leben vermiest ist, kann der Blues dich wieder aufrichten. Das ist die Botschaft, die der Blues in die ganze Welt getragen hat. Hör T-Bone zu, und du wirst verstehen, was damit gemeint ist. Ich halte ihn für einen der größten Gitarristen aller Zeiten“ !!!“
Stormy Monday Blues, They call it Stormy Monday, Call it Stormy Monday ???
T-Bone Walkers “Stormy Monday Blues” ist ein Klassiker der zum festen Bestandteil einer jeden Blues Band, und das weltweit, gehört. „They call it stormy Monday, but Tuesday´s just as bad”. Aber diese Zeilen stammen nicht aus “Stormy Monday Blues”, obwohl der Song mit diesen Anfangszeilen oft so betitelt wird, vor allem von Musikern, die ihn neu auflegen. Walkers stürmischer Montags-Song erschien 1947 unter dem Titel „Call it Stormy Monday“, da fünf jahre zuvor der Jazzpianist Earl Hines und seine Band den „Stormy Monday Blues“ aufgenommen hatten – ein völlig anderes Stück! Diese Verwechselung machte Walker ein Leben lang zu schaffen, u.a. weil er wenig bis keine Chancen hatte, das ihm zustehende Honorar zu bekommen, wenn jemand anders den Song einspielte und ihn „Stormy Monday Blues“ nannte. 1970 eskalierte dieses Problem, als „Stormy Monday“ (ohne den „Blues) als ein Track für das Album – Live at the Filmore East der Allmann Brothers ausgewählt wurde, von dem eine Million verkauft wurden. Wieviel vom Erlös in T-Bone Walkers Tasche floß ist nicht bekannt. Allerdings kam dadurch sein Name wieder in Umlauf, zu einer Zeit, als er das bitter nötig hatte, und aus dem stürmischen Montag wurde trotz allem noch ein Klassiker.
Sein innovatives Gitarrespiel und sein warmes Timbre in der Stimme machen Aaron Thibeaux Walker für immer unvergessen.
Mit Gruß & Blues,
P e t e r (Bluesguitar)
Quellverzeichnis: The Blues Collection/Orbis Publishing, Wikipedia
´cause I´m a Bluesman - but a good man - understand ?
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