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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Konzertberichte - Klassiker
HRVolker Offline




Beiträge: 727

13.10.2009 18:51
New Orleans und Umgebung im September 1996 antworten

Tachauch,

jetzt ein paar Worte und Bilder zu unserem Aufenthalt in Louisiana und New Orleans!
Wundert euch nicht über die wenigen Musikphotos in diesem Bericht, dazu später mehr!



Auf dem ersten Photo seht ihr den Highway von Baton Rouge nach New Orleans, alle 50 km mal `ne leichte Kurve, die man mit ca. 350 km/h durchfahren könnte, ansonsten immer schnurgeradeaus bis zum Horizont!



In New Orleans hielten wir uns 3 Tage auf, es war für uns Wuppertaler einmal am Tag wie zu Hause, es regnete. Vor dem Nass von oben war es schon pervers warm und schwül und ich wunderte mich, wie viel Schweiß doch so ein Körper offensichtlich produziert, aber nach dem Regenguß war`s noch schlimmer, Deorollerfirmen könnten hier unter idealen Bedingungen die ultimativen Härtetests absolvieren.



An Strassenblues gibt`s hier einiges zu sehen und zu hören, aber hören erst, wenn der Geldbehälter ein bisschen an Gewicht zugelegt hat, ist fast wie bei einer Musikbox, ohne Geld keine Musik. Nachdem wir und andere Zuschauer ein paar Dollar in den Behälter regnen ließen kriegten die beiden den Blues und das sehr zu unserem Vergnügen, die zwei waren klasse.



In der City von New Orleans gab`s einen Musikladen für regionale Musik, in dem wir ab unserem dritten Besuch per Handschlag begrüßt wurden, wir sorgten für reichlich Umsatz und erweiterten unseren Horizont mit CD`s zu den Themen New Orleans Blues, Cajun und Zydeco. Kurz vor unserer Weiterfahrt Richtung Heimat suchten wir die schon fast zu unserem Musikzimmer gewordene Music Factory nochmal auf und bekamen das zu sehende T – Shirt mit auf den Heimweg!



An einem Tag sumpften wir mal ein bisschen rum, wir machten einen Swampausflug mit einem Boot durch Louisianas Welt der Wasserwege, in denen auch einiges rumschwamm, die Bootsleute fütterten während unseres Ausflugs auch einen Alligator, der mit Namen gerufen wurde und Marshmellows – zu deutsch Sumpfmalve – bekam und fraß.



Auf dem Weg zurück ins Hotel nach New Orleans durchfuhren wir einen Ort, in dem ich dieses Schild sichtete und verewigte, hoffentlich machte er seinem Namen keine Ehre!



Wir wählten den Rückweg so, das wir über diese Brücke fahren mußten, die damals längste Straßenbrücke der Welt, 38400 Meter lang, drei Dollar Maut kostete das Vergnügen so über den Lake Pontchartrain zu fahren, im Hintergrund schwach zu erkennen, die Silhouette von New Orleans!






Wir besuchten natürlich auch einige Konzerte, wir sahen die Harmonikalegende James Cotton, im Vorprogramm J. Monque`d, ein Harpspieler nicht von schlechten Eltern und aus dem Delta, James war den seinerzeitigen gesundheitlichen Umständen entsprechend in Form, mir hat ´s gefallen. Einen Tag vorher spielte auch im House Of Blues Mike Morgan & The Crawl, ein Weltklassekonzert.
Leider herrschte im House of Blues striktes Photografierverbot, das bei Cotton so was von überwacht wurde, keine Chance für mich. Aber bei Morgan klickte dann aber doch der Auslöser meiner Kamera, die sofort nach der Aufnahme in meiner Tasche verschwand und der angeschossene Herr Security, er schoss auf mich zu, war machtlos!
Die beiden Eintrittskarten und das Photo von Herrn Morgan bei seiner Gitarrenvorführung im Publikum.

Zwei andere Musikkneipen besuchten wir auch noch, in einer gab`s Cajunmukke vom Feinsten von der Band File, ihre damals erschienene CD war nach dem Konzert mein und wir waren noch auf ein paar Bier im Tipitinas und im Old Absinth House, aber ohne Konzerte gucken.
Zum Schluß noch dieses: Am ersten Tag gingen wir zum Mittagessen in so eine Art Pommesbude mit Selbstbedienung, wir wollten was bei der Dame hinterm Tresen bestellen und die antwortete in dem hier einheimischen Slang, wir verstanden noch nicht mal Bahnhof, aber da es so ein Tresen wie bei uns hier in einer Metzgerei war und die leckeren Sachen vor uns lagerten ging es dann mit den Fingern draufzeigen und zubereiten lassen, nochmal schwierig wurde es, als die fertig zubereiteten Essen von der Dame aufgerufen wurden, wir sprangen jedes Mal zum Tresen, die ersten drei Mal vergeblich, war nicht für uns.
Das vierte Mahl war unseres und schmeckte formidabel.
Und jenes: Damals war wir noch Raucher und unser Hotel war ein klimatisiertes Nichtraucherhotel mit zugeschraubten Fenstern, unser Zimmer lag im 5. Stock. Aber ich hab ja Maschinenschlosser gelernt und ein Schweizer Messer dabei, also Fenster so rausgeschraubt das wir nicht immer zum Rauchen runter mussten und den Qualm immer schön in die richtige Richtung wegen der Rauchmelder.



Ganz zum Schluß noch ein Photo von unterwegs vom Straßenrand:

Gruß

HRVolker






http://volkerfroehmer.wordpress.com/

pavelk Offline



Beiträge: 52

09.12.2009 09:18
#2 RE: New Orleans und Umgebung im September 1996 antworten

Über diese Reiseberichte habe ich mich gefreut. Mein Wunsch ist es schon seit langem, eine solche Südstaatenreise zum Blues zu unternehmen.
Pavel

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