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 Konzertberichte
HRVolker Offline




Beiträge: 727

21.09.2009 14:00
4. Venblues Festival in Venlo am 20.09.09 antworten

Tach zusammen,

anschließend von mir ein bißchen Geschreibsel zum gestrigen Venblues Festival!

Folgende Zutaten ergaben einen bluesmusikalischen und folglich sehr unterhaltsamen Sonntagnachmittag - und abend, man/frau betrat das Grundstück eines Bogenschießvereins, im Vereinsheim der Backstagebereich, nebenan ein kleiner Anbau, in dem es was Festes zum Magenfüllen gab und ein großes Zelt auf einer Wiese, in dem sich die Biertheke und die Bühne für den Blues aufhielt, abgefüllt ( das Zelt und manche Feierer ) im Laufe des Festivals mit ca. 120 zuhörenden Leuten, die eine jede Band feierten und anfeuerten, ich konnte einige Hörer unseres Senders JJBR und Bekannte aus unserer " Szene " begrüßen, das Ganze zusammen ergab das 4. Venbluesfestival in Venlo, mal eine " Gartenparty " mit vernünftiger Musik!

Der Eintrittspreis lag bei 10 €, dieser niedrige Obolus war möglich durch zahlreiche Sponsoren, vor und nach der Darbietung einer Band gab die sehr charmante Ansagerin die Geldgeber bekannt, die den jeweiligen Bandauftritt bezahlten.



Um 14 Uhr 15 eröffnete die Cobbler Blues Band das Festival mit dem Rattlesnake Shake und wechselte anschließend in ihrem Set zwischen auf ihre Art arrangierten Bluesklassikern und einigen Eigenkompositionen, der Fünfer spielte solide und geradeaus, für mich herausragend der Loanshark Blues aus der Feder eines leider vor 14 Jahren verstorbenen, Baumwollhemdentragenden Fendergitarristen aus Irland und Messing With The Kid, der Junior Wells Klassiker.
Ein guter Auftakt, die Band " funktionierte " tadellos, der Sänger rau, der Gitarrist spielfreudig und unverschnörkelt, der Keyboarder mit einigen schönen Solis, Bass und Schlagzeug groovend.



Lung Juhn aus der Provinz Limburg bebluesten als nächste Band unsere Ohren, sie haben ausschließlich Coverversionen aus Texas, Louisiana und Chicago in ihrem Repertoire, neben Klassikern wie Shake Your Hips und Dimples auch Jim Suhler Stücke und Mona, Harper und Sänger ist John Nissen, die beiden Gitarristen und auchmal Sänger Hans Runge und Ton Waaten, am Bass Hein ten Rouwelaar und Schlagzeug Jac Daniels.
Der Fünfer macht " seine Sache " gut und sorgt für reichlich Stimmung im Zelt, sie haben etliche Fans auf ihrer Seite und auch mich überzeugen sie mit ihrem Können, Coverversionen müssen auch erstmal " gekonnt " werden.



Ingrid und Didi, die Vielbeschäftigten, machten weiter im Text, die beiden – Ingrid singt und harpt, Didi singt und spielt die Akustische Gitarre – bringen uns eben akustischen Blues, das zur Erbauung der feierfreudigen Niederländer, ich mach mal ein bisschen Pause, Füße und Rücken brauchen ein bisschen Pflege und die Begleitmusik ist ok!



Die belgische Swing & Roots Blues Band Rhythm Bombs bombardiert das Zelt in der Folge eben mit Swing und Blues und Jump und Rock`n Roll, die Jungs machen das seit 1998, einige Fans mit Paladins T - shirts und - jacken bringen die Stimmung im Zelt auf Schweißausbruchauslösend, die restliche Zuschauermenge lässt sich nicht lumpen und ringsum im rechteckigen Zelt wird getwistet und mitgeshoutet, die Grashalme auf dem Zeltboden vibrieren Richtung umfallend und bei einigen Mithörern raucht das Gras auch mit.
Wouter Celis shoutet und harpiert an der Musikerfront, John Verhaegh gitarrisiert immer wieder brillant und fetzig, Big Hein tastiert pianosiert dazwischen und Schlagzeuger Marc Gijbels haut dazwischen und singt nicht mit und Patrick Indestege basst lässig die Grundwerte der zu hörenden Musik in die Atmosphäre.










Ab 21 Uhr ging für mich, da ich die komplette Band vorher nicht kannte, mal wieder ein neuer Stern auf, der heißt Big Pete & The Backbones und wir bekamen das reichlich gefüllte Brett zum Hauptgang des heutigen Festes, meine Fresse, verzeiht mir den Ausdruck, war das grandios, was diese vier Niederländer da an Tönen hervorbrachten, ihre demnächst erscheinende CD gibt das bitte hoffentlich bestimmt ausdrücklich wieder, man, hatten die den Blues!
Big Pete oder Pieter van der Pluym ist ein Fachmann für die diatonische Harp und mit einer den Blues richtig rausbringenden Stimme gesegnet, Stax und Sun und Motown und Chicago getränkt, er spielte u.a. mit Monster Mike Welch, Alex Shultz, Matt Scofield und war mit der Lester Butler Tribute Band unterwegs, das Tondokument davon ist ein neungängiges Festmenü.
Heute ist er hier mit den Backbones und was war das für eine intensive Darbietung der wie aus einem Guß spielenden Band, des weiteren mit Sander Kooiman an der Gitarre, er spielte ein paar Solis, die uns schier in den Rasen stampften, heijeijeijeijei!
Die Grooveabteilung Joost Tazelaar am Schlagzeug und Julius van Brakel am Bass natürlich auf dem gleichen Level!
Uns allen noch anwesenden wurde die Messe gelesen und gesungen und instrumentalisiert.

Bis zum nächsten Jahr beim Venblues Festival, das hat das rührige Team hier auf alle Fälle verdient, mir wurde von einem der Veranstalter aufgetragen, noch ein paar Leute aus Deutschland mitzubringen, ich werde mich darum bemühen, es lohnt sich!

Gruß

HRV

http://volkerfroehmer.wordpress.com/

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