sicher bringen wir alle Fritz Rau, den großen Konzertveranstalter, mit dem "American Folk Bluesfestival" in Verbindung. Das kann man sicher als den Beginn einer erweiterten Bluesszene in Europa betrachten. In diesme Buch geht es aber nicht nur darum, sondern es sind die gesammelten Erinnerungen eines "Musik-Maniacs". Humorvoll und unterhaltend, aber auch nachdenklich, erzählt Rau von seiner Jugendzeit in Nazideutschland, seinen Anfängen im Heidelberger Jazzkeller Cave 54 bis hin zum international erfolgreichen Konzertpromotor. Breiten Raum nehmen in Raus Erinnerungen die Begegnungen mit Stars wie Mick Jagger und Bob Dylan ein. Auch die Projekte mit Udo Lindenberg und Peter Maffay werden beschrieben. Rau setzt sich aber auch kritisch mit der fragwürdigen Unterscheidung zwischen E- und U-Musik auseinander, sowie der Praxis der öffentlichen Kulturförderung. Mir persönlich haben die Geschichten um Jimi Hendrix gefallen und die verschiedenen wilden Konzerte in den Sechzigern.
Dieses Buch ist ein Muss für alle Musikliebhaber!!
Kurz gesagt: Dieses Buch ist wirklich rausgeschmissenes Geld. Wer mehr über das Leben der Rockstars hinter den Kulissen erfahren möchte, sollte besser zu den mittlerweile zahlreich erschienenen Biographien der Musiker selbst greifen. Meines Erachtens ist es nicht mehr und nicht weniger als ein freundlicher Blick Fritz Rau`s auf sein Lebenswerk. Leider bleibt das Werk insgesamt an der Oberfläche, ist dröge und unverbindlich. Schade, aber etwas Interessantes kann ich dem Werk nicht entnehmen. Greetz aus Kölle von Pavel