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Er gehörte zu den Charakterköpfen des Rock'n'Roll, sah ein wenig verwegen aus wie ein Pirat: lange Haare, markantes Gesicht, rauchige Stimme, Goldzahn. William Borsay alias Willy DeVille war denn auch Zeit seines Lebens auf einer Art musikalischen Kaperfahrt, eignete sich Stile wie Blues, Soul, Punkrock, Folk, Cajun und New Wave an und kreierte daraus seinen eigenen Sound. Mit seiner Band Mink DeVille landete er in den 70ern Beinahe-Hits wie "Spanish Stroll" und "Cadillac Walk" und begeisterte die Kritiker. Für die ganz große Karriere reichte es dennoch nie, zu sehr verrannte sich der Rastlose in Drogen, Alkohol und Prozessen mit seinen Managern. Trotz allem hielt sich Willy DeVille kreativ über Wasser, veröffentlichte Album für Album, mal mehr, mal weniger überzeugend. Ende der 90er reichte es noch einmal für ein Meisterwerk: Mit "Horse Of A Different Colour" bewies DeVille, der sich mittlerweile in New Orleans niedergelassen hatte, erneut seine große Könnerschaft, sang bittersüße Balladen über die Wechselfälle des Lebens. Willy DeVille starb am Donnerstag im Alter von 58 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Die Blues-Legende Willy DeVille ist tot
Jörg Isringhaus
Quelle: Rheinische Post
Weitere Info auch hier: http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,641172,00.html
Tony Joe Gardner
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