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 Konzertberichte
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

28.06.2009 14:18
4. Blues- Rock Jamfest am 26.06.2009 im Kulturbunker Köln- Mülheim antworten

Gleich sechs Acts bestreiten diesen Konzertabend. Das deutet auf einen kleinen Blues(rock)marathon hin. Und so ist es auch dann. Die Bands sind allesamt würdige Vertreter des Genres. An diesem Abend ist die ganze vielseitige Bandbreite zum Thema Blues vertreten. In den Umbaupausen gibt es auf der Dachterrasse des Kulturbunkers genügend Gelegenheit zum Plauschen über dies und das. Mit Richard Bargel habe ich ein nettes und längeres Gespräch. Ein mildes Sommerlüftchen weht und das Kölsch schmeckt wieder einmal - gerade hier in Köln- besonders gut.

Theo Laue’s Time Is Tight macht hier den Anfang. Eigene Titel gemischt mit Standards, Besetzung zwei Gitarren, Bass Schlagzeug. Der ideale Opener. Leider sind zum pünktlichen Beginn um 18:30Uhr erst wenige Besucher im Saal.

Das hat sich schon merklich geändert, als nach der Umbaupause The Jay Ottaway Band startet. Jay Ottaway stammt aus Boston und spielt hier mit seinen Kölner Freunden. Die Band groovt hervorragend: Singer- Songwriter Music mal rockig, mal bluesig, mal angejazzt.

The Random Players mit dem gnadenlos guten Frontman Heinz- Bernd Hövelmann (Gitarre und Gesang) bieten erdigen Blues mit einem guten Schuss Rock ’n’ Roll. Eine wirklich gelungene, dichte Perfomance dieser Band, die trotz ihres Namens nichts dem Zufall überlässt.

Akustik Delta- Blues von Richard Bargel unterstützt vom großartigen Harpspieler Ralf Grottian, der auch als solcher und obendrein als Sänger der Working Blues Band fungiert und somit gleich zweimal auf der Bühne des Köln- Mülheimer Kulturbunker stehen wird. Richard bietet seine Songs in gewohnt guter Qualität, seine Stimme geht nach wie vor durch Mark und Bein.



Von links nach rechts: Time Is Tight - The Random Players - Ralf Grottian & Richard Bargel

Strange Brew ist ein Titel der legendären Superband Cream und genau dieser fühlen sich die Mitglieder des Power Trios mit demselben Namen auch verpflichtet. Den Lead- Gesang teilen sich die Drei abwechselnd, schöne Harmonie- Gesangspassagen, klasse Instrumentalarbeit, die nichts zu wünschen übrig lässt. Am Schlagzeug sitzt übrigens Christian „Kalau“ Keul, der alten Bap Fans sicher noch ein Begriff ist.

Die Working Blues Band steht schon länger auf der Liste der Bands, die ich gerne einmal live erleben will. Heute Abend komme ich in genau diesen Genuss, denn die vier Jungs sind es wirklich wert. Gut aufeinander abgestimmt, sehr gute Gitarren- und Gesangsarbeit von Andre Tolba, ebenso klasse Ralf Grottian, an der Harp und teils auch am Gesang. Unterstützt von Marcel Mader, Drums und Gerd Harder, Bass bildet das Quartett eine musikalische Einheit, der es Spaß macht zuzuhören und zuzusehen. Als zusätzliches Tüpfelchen auf dem I kommt für einige Titel noch Till Kersting nebst seiner Telecaster mit auf die Bühne. Sein Spiel fügt sich nahtlos in das der Band ein, die beiden Gitarristen „unterhalten“ sich jetzt auf ihre Weise und das auf höchstem Niveau. Fein. Fein. Fein.



Von links nach rechts: Strange Brew - Till Kersting & Andre Tolba - Working Blues Band

Anschließend wird es noch eine Session unten im Café geben, mittlerweile ist es kurz vor zwei, ich bin hundemüde nach einem anstrengenden Arbeitstag und voll mit guter Musik nach einem klasse Konzertabend, also lasse ich die Jam- Session aus und begebe mich auf den Heimweg.

Fazit: Alles in Allem eine gelungene Veranstaltung des Kulturbunker Köln-Mülheim e.V. Schade, dass nur etwa 60-70 Leute den Weg in den Kulturbunker gefunden haben.

Text und Fotos: © 2009 Tony Mentzel

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

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