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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 Konzertberichte
HRVolker Offline




Beiträge: 727

10.05.2009 11:51
Johnny Mastro & Mama`s Boys im Saal Birgit in Viersen am 09.05.09 antworten

Tach zusammen,

an dieser Stelle das von mir zum Konzert:

Am 09.05.2009 wurden ab 21 Uhr aus dem Großraum Mönchengladbach schwere Erderschütterungen gemeldet, sie hielten mit einer halbstündigen Pause knapp 150 Minuten an. Das Epizentrum lag in der Pfarrstrasse in Viersen im Saal Birgit und die Verursacher, 4 Herren, 3 mit, einer ohne Sonnenbrille, kamen aus Long Beach, California, einer Gegend, die bekannt ist für fortwährende Bodenbewegungen.

Johnny Mastro an der Harp und zuständig für die Überbringung der Texte und die Mama`s Boys, Ean " Smokehouse " Brown an den Gibsonsaiten, Mike Hightower an den Basssaiten und Jimmy Goodall am Schlagzeug sorgten außerdem noch für ein Unwetter in der Luft, da kam eine tiefgrollende BluesHarpStonerAcidRock Gewitterwand auf uns zu, auf uns ca. 70 hart getroffene Klanggewitterkonsumenten, da kam was über uns, rau, brutal, schroff, ständig Druck ausübend und keine Gefangenen machend, nix, aber auch gar nix für Feingeister, ich versuche den Sound zu vergleichen und komme für mich zu dem Ergebnis, das geht so in die Richtung der leider nicht mehr existierenden Desertrockband ohne Harp " Kyuss " ,
" Five Horse Johnson " aus Toledo Ohio spielen auch diesen Stoff.

Das ist die Substanz, die süchtig macht, Volksmusik für Volker und die Anwesenden.

It Serves You Right To Suffer, Original von John Lee Hooker, damit geht`s los und rund, Text gleich, Musik improvisiert bis zum Anschlag, was für ein Auftakt, die Ohren werden ohne Wasser durchspült, während des ganzen Auftritts des Vierers ohne Gnade.

Johnny spielt seine Harps, diatonisch und chromatisch, mit Champions League Endspielerreichender Klasse, teils über die " Fahrradlampe", teils über sein Gesangsmikro, oft während seiner Darbietung auf die Knie sinkend, keine Sekunde nachlassend, Puste satt.

Es gibt keine Playliste, Johnny sagt an und die Band spielt los, gnadenlos, erbarmungslos, wie Clint Eastwood als Dirty Harry, ein Fest der verzerrten Töne.

Mister Smokehouse sorgt für ein Brett nach dem anderen, mal heftig verzerrt, mal schreddernd, mal schrappend, mal schrotend, zweimal slowbluesig, das kann er auch, das groovt wie Sau.

Mike basst sich cool und lässig durch das Programm, Jimmy puncht und scheppert und haut rein, die beiden halten die Geschwindigkeit und den Druck auf hohem Level.

Eine Hommage an die Namensgebererfinderin der Band, Mama Laura Mae Gross, Besitzerin von Babe`s & Rick`s Inn in Los Angeles, findet durch einen Slow Blues statt, wir hören ferner Slave, einen jaulenden Bluesharprocker mit tollen Unterhaltungen zwischen Gibson und Hohner, den Loverman, leicht geshuffelt.

Von ihrer hier zum Kauf von 5 € angebotenen 7 Track CD mit zwei upcoming releases spielen sie ein upcoming release, den Love Train, das Stück ist nach dem Motto gestrickt, keine Experimente, ein mittelschneller Abräumer.

Boogie wird von ihnen auch angeboten und vom Publikum sehr dankbar verzehrt in Form von wilden Körperbewegungen, ob Weiblein oder Männlein, es wogt im Saal.

Beim Titel Middle Of The Night bewegt sich Mister Mastro mitten ins Publikum, kniet sich hin und lässt ein Solo von den Stimmzungen, das für Haare zu Berge stehen ohne Hilfsmittel sorgt, eijeijei.

Bei Angel Roll On treiben Mike und Jimmy groovend Johnny und Ean vor sich her, die beiden führen danach ein Instrumentenzwiegespräch unter 148 Augen, das sich nicht gewaschen hat, sondern das Gegenteil.

Als Zugabe sagt Johnny einen brandneuen Titel ihrer demnächst erscheinenden Cd an, leider scheiterts an meinen zugedröhnten Ohren, ihn zu lesen, er wird gourmetiert durch When The Saints Go Marching In im Mittelteil.

Um Mitternacht ist Schluß, die Soundwand wird eingerissen und verstaut, was war das für eine Dröhnung.

Die Getränkeversorgung der Band und der Zuhörerinnen und Zuhörer durch die Mitarbeiter des Saals war vorbildlich, apropos, alles bestens hier im Saal Birgit, tolle Lokalität, feine Mitarbeiter, kurzum, zum Sehrwohlfühlen und Wiederkommen.

Gruß

BluesHarpStonerAcidRocking Volker

http://volkerseinezeilen.blogspot.com/

http://volkerfroehmer.wordpress.com/

Angefügte Bilder:
Unbenannt.jpg  
Blue Bayou Offline



Beiträge: 1.115

10.05.2009 12:15
#2 RE: Johnny Mastro & Mama`s Boys im Saal Birgit in Viersen am 09.05.09 antworten

Whooow...
Was für ein toller Bericht!
Was für eine tolle Band!
Was für ein toller Abend!
Danke Volker!
P.S. Mist und Schade, dass ich nicht dabei sein konnte...

Eure Blue Bayou
Rosie

Rosie`s website:
http://www.roswithageisler.wordpress.com

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Information is not knowledge. - Knowledge is not wisdom. - Wisdom is not truth. - Truth is not beauty. - Beauty is not Love. - Love is not Music. - MUSIC IS THE BEST.
(* Frank Zappa )

Gardner Offline




Beiträge: 2.321

10.05.2009 13:32
#3 RE: Johnny Mastro & Mama`s Boys im Saal Birgit in Viersen am 09.05.09 antworten
Ja, was für ein Abend, was für eine Band, was für eine Atmosphäre!

Dazu kommt noch das große Vergnügen, das ich hatte, 50(!) Minuten mit Johnny Mastro an einem Tisch in der Küche backstage zu sitzen und mit ihm ein Gespräch über die Götter und die Welt des Blues zu führen. Das Gespräch hätte gut und gerne ein paar weitere Stunden und ein paar weitere Biere andauern können, aber leider kam der Auftritt dazwischen, der pünktlich um 21 Uhr beginnen sollte.

Aber dieser Auftritt hatte es wahrlich in sich und das vom ersten Song, von dem Johnny nachher sagte, dass er den Text improvisiert habe, irgendetwas um «Serves Me Right To Suffer» sei es gewesen.

Klasse Band, klasse Show, klasse Mucke, klasse Ambiente.

Was will der geneigte Bluesfan mehr?

Und es immer noch besser, als Fremder irgendwo hinzukommen und als Freund wieder zu gehen, als umgekehrt.

Und so war es an diesem Abend.

Mein Dank an alle Beteiligten.



Einen weiteren Bericht zu Johnny Mastro & Mama's Boys findet ihr hier....

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

Gardner Offline




Beiträge: 2.321

26.05.2009 14:37
#4 RE: Johnny Mastro & Mama`s Boys im Saal Birgit in Viersen am 09.05.09 antworten

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

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