Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

zum Radio | JJBR bei MySpace |

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 666 mal aufgerufen
 Konzertberichte
HRVolker Offline




Beiträge: 727

29.04.2009 16:53
Barry McCabe und Band im de Bosuil / Weert am 26.04.09 antworten
Tach zusammen,

Konzerte, die am frühen Abend so gegen 17 Uhr 30 beginnen hab ich in meiner Musikerlebniswelt außer bei Festivals auch noch nicht gehört und gesehen, es war sogar dreifache Premiere, das und der Ort des Geschehens, das Muziekcentrum de Bosuil in Weert in den Niederlanden und der irische Gitarrist Barry McCabe, der fehlte auch noch meiner Gitarristenanguckhörsammlung.

Gibsonumschnallen, good evening ladies and gents und Barry ließ nach dieser Begrüssung erstmal den Rockenroll rollen, mit dem Alltimestimmungindiebudebringer Nadine war die Betriebstemperatur in der Schnittmenge von Rocken, ein bisschen Southern, Bluesrocken und Bluesen schnell erreicht.

Auf seinen Solo CDs, die mir übrigens ohne Ausnahme zuhören und zusagen, kommen noch einige Sprenkler Irish und Celtic dazu. Auch mit seiner ehemaligen Band Albatross spielte er dieses und jenes.

Seine vorzügliche niederländische Begleitband, leider hab ich nur die Vornamen vernommen, bestand aus Nico am Bass und Jeff am Schlagzeug und Rob u.a. an der Hammond B 3 und einem anderen Tasteninstrument.

Rob scheint so eine Art Allzweckbegleiter für tourende Gitarristen zu sein, ihn sah ich unter anderem als Tastenmann im letzten Jahr bei David Gogo, nun also bei dieser Darbietung.

Und er bekam reichlich Gelegenheit, die ganze Breite des Spielraums auszunutzen, etliche feine Solis erschallten aus seinem Equipment, einige ganz schön hämmernd (kommt daher der Name Hammond? Oder umgekehrt?) und auch ein paar nette Zwiegespräche mit Barrys Gitarre.

Nico und Jeff waren die grundsoliden Grooveteppichleger, beide immer auf der Höhe und dem Boden des Geschehens, zur zu sehenden Freude von Barry.

Der Sound war 1 a, Kompliment an den nichthörgeschädigten Soundmann.

Das Allmännerstück You Don`t Love Me gab’s als nächstes in die ca. 70 – 80 anwesenden Gehörgänge, Barry meinte auch zu uns, er freue sich, das trotz des Beachwetters doch einige Leute von der Strasse zum Fluss oder Kanal oder zum Meer abbogen und den Weg hierher fanden.

Beim auf dem Fuß folgenden Lonely Road, einem Metallröhrchenblues mit hohem Gitarrenwimmerwhammeranteil, hörten wir auch, wie gut die Band die Gitarre und den Gesang von Barry umrahmte und unterstützte.

Passte.

Genauso wie beim Robert Johnson Klassiker, dem Stop Breaking Down Blues, der auch in der Playliste auftauchte.

Cèst la Vie say the old folks.... rockte danach in Chuck Berry Manier in die Halle, prasselte von den Wänden zurück und fuhr in die Körper des versammelten Volkes, das daraufhin mit den Hüften und anderen Körperregionen twistete und Spaß hatte.

Zur Beruhigung sendete Barry einen Akustikteil hinterher, u.a. einen Van Morrison Titel, Crazy Love, aber danach straffte der Vierer wieder die Saiten, Felle und Tasten mit dem mittelschnellen Bluesrocker One Of These Days, mit einem hitzigen Hammond Solo, da schlägste hin.

Das Konzertgeschehen bleibt auf einem nicht nach unten abschwankenden Level, mit dem Kiwihauterzeugenden Bye Bye Johnny – Be Good, das nix mit dem Tempo des Berry Klassikers zu tun hat, ist ein ganz feiner Slowblues mit sehr saitenschonendem Gibsonsolo.

Kompliment Mister McCabe.

Unmittelbar anschließend der Headbangtexasbluesrocker You Ain't Nothing But Fine, einem der zahlreichen aus der Feder der Fabulous Thunderbirds stammenden Partygeschwindigkeitshöherdreher.

Some Kind Of Wonderful in einer nun wie Barry schreibt " Own Version ", zuerst gehört hat er es von den Inmates, schwingt zum Abschluss durch den Saal.

Das Publikum möchte We Want More und kriegt es auch, aber mit Schmackes, mit einem Parforceritt namens Johnny B. Good, das bringt alle Leute noch mal in Tanzwallung, das kracht und schwitzt und rockt und Mister McCabe sinkt beim Solo auf die Knie und die Band hämmert das Stück immer wieder nach vorn bis zum Finale Furioso.

Barry McCabe ist meiner bescheidenen Meinung nach ein würdiger Vertreter des irischen Bluesrocks, er hält die Konzertablauftradition aufrecht wie einst Rory Gallagher und heute Julian Sas oder Jim Suhler, also mit Akustikteil und abwechslungsreich von sehr slow bis gib ihm!

Den Barry guck ich mir noch öfter an.

Und ohne Merchandising mitzunehmen in Form einer Cd ging`s mir nicht nach Hause, die dann im CD Player auf der Fahrt nach Hilden abgetastet wurde und für Stimmung im Twingo sorgte.

Gruß

IrishrockingVolker

http://volkerseinezeilen.blogspot.com/

http://volkerfroehmer.wordpress.com/

Angefügte Bilder:
Barry.jpg   Jeff.jpg   Nico.jpg   Rob.jpg  
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

04.05.2009 21:02
#2 RE: Barry McCabe und Band im de Bosuil / Weert am 26.04.09 antworten
Ja, Volker, es war ein tolles Konzert mit wirklich tollen Musikern und einer abwechslungsreichen Titelauswahl.

Sehr gut gefallen haben mir die Rock’n’ Roll Stücke, aber auch die, in denen der «Irish Heartbeat» pochte: Der Van Morrison Song «Crazy Love» zum Beispiel.



Zudem gab es vor dem Konzert noch ein sehr nettes Gespräch mit Barry McCabe, das an anderer Stelle demnächst im Forum erscheinen wird.

Tony Joe Gardner
__________________________________________________
„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

Gardner Offline




Beiträge: 2.321

07.05.2009 19:55
#3 RE: Barry McCabe und Band im de Bosuil / Weert am 26.04.09 antworten

Tony Joe Gardner
__________________________________________________
„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel


 Sprung  
Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen