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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Konzertberichte
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

11.04.2009 00:46
Connie Lush & Bluesshouter am 05.04.2009 in de Bosuil, Weert (NL) antworten
Welcome to pain and torture“, so begrüßt Connie Lush die etwa 70 bis 80 Zuschauer an diesem sonntäglichen Spätnachmittag im niederlänischen Weert.

Gleich der erste Titel: «Blues Is My Business» zeigt, wo es von nun an musikalisch lang gehen wird. Und das mit einer stimmlichen, inbrünstigen Naturgewalt, dass man um den Bestand der Mauern des Musikclubs „de Bosuil“ Angst haben muss. Gleich bei den ersten Tönen gibt es Klarheit: „Wow, was für eine Power- Stimme!

Der Mensch sucht Halt, braucht Orientierung, wünscht Vergleiche. Mein Gehirn fängt an zu scannen. Irgendwo pegelt sich der das Vergleichsbarometer zwischen Joy Fleming und Maggie Bell ein, bei Verfeinerung des Rasters kommt immer mal wieder das Timbre von Aretha Franklin durch. Doch eigentlich sind dies alles nur vage Annäherungen an eine Stimme, die ich in solcher Kraft und in einem solchen individuellen Ausdrucksvermögen live wohl zuvor noch nie gehört habe.

Connie Lush mag in Deutschland vielleicht nicht vielen bekannt sein. Das sollte sich bitte schleunigst mal ändern. Denn was die Lady auf der Bühne abzieht ist schlichtweg grandios und treibt jedem Freund des Blues und Souls Freudentränen in die Augen.

Dreimal hintereinander von 2002-2004 wurde sie in Europa zum «Blues Vocalist of The Year» gekürt. Weitere Auszeichnungen folgten.

Dass sie dies verdient hat, wird nach ein, zwei weiteren Titeln unumstößlich klar. Dazu verfügt sie über eine 1A Begleitband, bestehend aus ihrem Mann Terry Harris am Bass, Rick Farrow an den Drums und Peter Wade an der Gitarre, der genügend Platz für exzellente Solotrips hat.



Drei Mann und eine Frau: Mehr braucht es nicht, um den Saal zum Kochen zu brinegn. Alle Aktuere verstehen ihr Handwerk bzw. eben ihr Mundwerk.

Weitere Titel sind: «Love Me Like A Man», «24 Hour Blues», Connie’s Eigenkomposition «Send Me No Flowers». Sehr schön und äußerst gelungen ist auch die Interpretation von Nina Simone’s «Nobody’s Fault But Mine», hier wird Connie allein vom Drummer Rick Farrow begleitet.

Es war eine gute Idee, die Begleitband «Bluesshouter» zu nennen: Der Name ist Programm für ein quirliges Energiebündel aus Liverpool mit Namen Connie Lush.

Nach dem Konzert ist reichlich Gelegenheit zu einem netten Plausch, Joanne Shaw Taylor, die mit ihrer Band den Konzertnachmittag eröffnet hat (nimmermüde und ebenso klasse wie am Vorabend im belgischen Bierbeek), gesellt sich dazu, die zwei britischen Bluesladies kennen sich gut und da es noch kein gemeinsames Fotos der Beiden gibt, kommt mir die Ehre des „Hoffotografen“ zu Teil.


Connie Lush, Joanne Shaw Taylor & Terry Harris

Gegen 20Uhr verabschiede ich mich, ich bin k.o. aber auch erfüllt von einem riesigen Blueswochenende. Auf der Fahrt nach Hause begleiten mich die Klänge von Connie Lush’s CD «Live At he Cavern Club», die im Großen und Ganzen das eben erlebte Konzert wiedergibt.

Fazit: Unbedingt nicht verpassen.

Text und Fotos: 2009 Tony Mentzel

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

Gardner Offline




Beiträge: 2.321

19.04.2009 13:52
#2 RE: Connie Lush & Bluesshouter am 05.04.2009 in de Bosuil, Weert (NL) antworten

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

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