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Die neue CD von Joe Bonamassa ist seit einigen Tagen auf dem Markt. Sie heißt: „The Ballad Of John Henry“. Um es vorwegzunehmen – die neue fängt da an, wo „Sloe Gin“ aufhört – ich nenne es mal „bombastischer BluesRock“.
Ist auch kein Wunder, denn als Produzent fungiert wieder Kevin Shirley (Led Zeppelin, Aerosmith, Black Crowes). Als Musiker sind wieder Carmine Rojas (Bass), Anton Fig und Bogie Bowles (beide Drums) sowie Rick Melick (Keyboards) sowie Blondie Chaplin (Rhythmusgitarre) dabei. Außerdem arbeitet Bonamassa erstmals mit Bläsern zusammen – es sind dies Lee Thornburg und David Woodford.
Die CD sollte man laut hören – 21 !! (wie wir hier immer sagen), die Titel sind ungeheuer druckvoll im Klangbild, da fliegen fast die Membranen weg.
Die Titel im einzelnen:
1. The ballad of John Henry (6:27) 2. Stop! (6:48) 3. Last Kiss (7:15) 4. Jockey full of bourbon (5:22) 5. Story of a quarryman (5:00) 6. Lonesome road blues (3:09) 7. Happier times (6:40) 8. Feelin' good (4:44) 9. Funkier than a mosquito's tweeter (5:00) 10. The great flood (7:39) 11. From the valley (2:24) 12. As the crow flies (3:59)
Es sind also auch ein paar Cover-Songs von Tony Joe White („As The Crow Flies“), Tom Waits („Jockey Full Of Bourbon“), Ailene Bullock („Funkier Than A Mosquito´s Tweeter“), Sam Brown („Stop!“) und Anthony Newley/Leslie Bricusse („Feelin´ Good“)dabei.
Alle anderen Songs sind Eigenkompositionen. Joe sagt dazu: „Als ich die erste Hälfte des Albums aufnahm, war ich der glücklichste Mensch – glücklich wie nie zuvor in meinem Leben. Als ich mich an die zweite Hälfte machte, war genau das Gegenteil der Fall.“ „Der Song ´Happier Times´ entstand, als ich ganz im Keller war – es ist wohl der beste und vor allem ehrlichste Song, den ich je geschrieben habe“, verrät der 31-Jährige. Dass er gefühlsmäßig in der jüngeren Vergangenheit einiges erlebt und mitgemacht hat, fand seinen Niederschlag gleich in mehreren Liedern, die sich um Beziehungen drehen. Beispielsweise „Last Kiss“, in dem es um eine gescheiterte Beziehung geht. Oder in „The Great Flood“, so etwas wie ein Entschuldigungsbrief an eine frühere Freundin „Ich hatte einfach das Gefühl, dass wir zu viel Ungesagtes mit uns herumschleppen, das wir irgendwann einmal in Worte fassen sollten“.
Meine persönliche Empfehlung: Wer Sloe Gin gut fand... die neue CD ist einen Tick besser. Die „Bluesfraktion“ wird allerdings wieder die Nase rümpfen. Aber was solls, jeder höre die Musik, die er mag.
Gruß Hans
P.S. Falls einer es wissen will...John Henry war als Farbiger zum Ende des 19. Jahrhunderts als Held in die Geschichte eingegangen, als er als Protest nach alter Väter Sitte, mit Schaufel und Pickel gegen die Industrialisierung im Bergbau gegen eine neue Bergbaumaschine zum Wettkampf antrat, den Kampf auch gewann und dann tot umfiel.
________________________________ Von einem bestimmten Alter an bereut man nur noch das, was man nicht getan hat.
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