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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Konzertberichte
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

14.01.2009 20:35
Neal Black & The Healers am 13.01.2009 im Talbahnhof in Eschweiler antworten
Neal Black , ehemals San Antonio Texas, USA, heutzutage Vienne, Département Isère, Frankreich, setzt sich auf den Stuhl auf der Bühne, greift seine Akustikgitarre aus dem französischen Hause Lag und beginnt ein Instrumental, den «Black Mountain Rag». Bass und Schlagzeug setzen ein. Es folgt Robert Johnson’s «Judgement Day». Hier kommt sie zum ersten Mal zur Geltung und in unsere Gehörgänge, Neal Black’s äußerst tief gelegte Gesangsstimme. Knirschende Kohlen oder Reibeisen. Ja. Der Vergleich zu Tom Waits und dessen vokalen Ausdruck ist nicht allzu weit hergeholt. «Build for Comfort» und «Somebody Call Mama» schließen den Akustikpart ab.

Für den weiteren Gitarrensound ist hauptsächlich Neal’s Schmuckstück von Lag, das NEAL BLACK 13" Signature Model verantwortlich. In Reserve stehen noch eine Gibson Flying V, die aber nicht zum Einsatz kommt und eine schwarze Tele Thinline in offener D- Stimmung für die Slide- Titel.



von links nach rechts: Neal Black - Vincent Daune - Kim Yarbrough

Kim Yarbrough am Bass hat u. a. schon gespielt mit Screamin’ Jay Hawkins, Eric Bibb, Bernard Allison oder Melvin Taylor. Dass er ein ausgezeichneter Tieftonmann ist, zeigt er beispielsweise im Titel «Poor Boy», hier doppelt er gekonnt Neal’s Saitenläufe. So richtig Gelegenheit sich auszutoben, bekommt er im letzten Song vor der Pause Bo Diddley's «Who Do You Love». Seine Soloeinlage spielt er nicht von der Bühne sondern beim gemächlichen Gang durchs begeisterte Publikum. Technisch hat er alles drauf vom simplen Begleitgezupfe über ausgefallene Zwischenlicks bis hin zum Slapping. Er ist der passende Gegenpart zu Neal Black’s exzellentem Gitarrenspiel.

Vincent Daune am Schlagwerk ist auch nicht gerade ein Frischling im Profimusikzirkus. Er hat sowohl mit Luther Allison als auch dessen Sohn Bernard gespielt. Außerdem z.B. mit Van Wilks und Alain „Leadfoot“ Rivet , mit dem ich ihn letztes Jahr Ende September sehen konnte. Mit Neal Black ist er schon lange unterwegs ebenso wie Kim.

Ein eingespieltes Trio also. Und das wird immer wieder deutlich. Es macht Spaß, dem Dreierpowerpack auf der Bühne zuzusehen und zuzuhören. Eine wohl dosierte Mixtur aus Blues und Boogie, einem Schuss Country und einer Prise Tex-Mex, genau das Richtige an einem dunklen Winterabend. Nicht umsonst wurde Neal Black von einem Kritiker als «Master Of High Voltage Texas Boogie» bezeichnet.

Der Titeltrack seines aktuellen Albums «Handful Of Rain» unterstreicht mehr als deutlich diese Auszeichnung.

Ein Slowblues vom Allerfeinsten ist «I Don’t Get The Blues When I’m Stoned». Anhören und hinwegschweben...

Wie lange das Konzert gedauert hat, weiß ich nicht, auf die Uhr habe ich nicht geschaut. Es gibt eine ausgedehnte Zugabe mit einer ebenso sehr schönen wie sehr im Tempo reduzierten Version von «As The Years Go Passing By» spielen Neal und Kim auf dem Bühnenrad sitzend, wobei Neal den Gesang unverstärkt belässt.

Am Ende überall zufriedene Gesichter und positive Kommentare bei den etwa 70 bis 80 Zuschauern.

Fazit: Mir geht es da nicht anders und allen, die die Gelegenheit haben, ein Konzert Neal Black & The Healers zu besuchen, sollten diese Gelegenheit unbedingt nicht verpassen.

Text und Fotos © Tony Mentzel

PS
Nach dem Konzert habe ich mich noch mit Neal zu einem kleinen Gespräch verabredet. Der Inhalt ist hier nachzulesen.

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

Gardner Offline




Beiträge: 2.321

18.01.2009 18:06
#2 RE: Neal Black & The Healers am 13.01.2009 im Talbahnhof in Eschweiler antworten

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

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