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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Konzertberichte
HRVolker Offline




Beiträge: 727

21.09.2008 21:34
Das Dritte Ohr im Heimathaus in Twist am 20.09.08 antworten
Folgendes voran: Es wird ein nicht sehr objektiver Konzertbericht, denn Das Dritte Ohr ist eine meiner absoluten Leib – und Magenbands, weil, die sind sowieso immer gut und authentisch, deshalb …!

Und noch ein paar Buchstaben zum Heimathaus in Twist, dieser Veranstaltungsort besteht seit 18 Jahren und hat schon etlichen Bands und Musikern unseres musikalischen Dunstkreises die Bühne bereitet, siehe hier: http://www.heimathaus-twist.de/programm/index.php4

Und wie sagte Heiner Reimert, sozusagen der Chef des Hauses, in dem alle Leute ehrenamtlich und unentgeltlich arbeiten - dafür sowieso meinen Respekt - in seiner Bandankündigung:
Es mussten 18 Jahre ( das Heimathaus gibt`s seit 1990 ) vergehen, bis auch die deutschen Bluesurgesteine mal hier im Moor auftreten, Kommentar von Udo Wolff, dem Sänger des Dritten Ohrs, dazu im Verlauf des Konzerts: Hättest du mal früher angerufen!

Um 20.15 Uhr gab es das Startsignal von Udo Wolff mit den Worten: Schönen Guten Abend zusammen, Das Dritte Ohr bei der Arbeit! Blues und Boogie pur!
Wie wahr!

Es gibt nicht nur Zehn Gebote, sondern auch das Elfte Gebot, aber das wird eingeleitet mit der Slidegitarre, der Bluesmusikalische Abend begann, siehe auch hier:
http://www.youtube.com/watch?v=HzslOJBcPu4

Die Spielkameraden ( das hat Udo Wolff gesagt ): Pete " Bombay" Liebers am Schlagzeug, Gerd Maier am elektrischen Bass, Tom Schrader an der Gitarre und ab und zu Gesang und natürlich der mit der denk – und hörbar " dreckigsten " Bluesstimme an sich und an der Mundharmonika, Udo Wolf.

Von Anfang an ging es unglaublich intensiv in die 12 Takte, Schlagzeug und Bass bauten das Bluesgerüst in schwindelnde Höhen auf, besser geht wohl nicht, dafür schon mal die 21 !!!!!!
Tom Schrader spielte gewohnt zurückhaltend, keinen Ton zuviel, ein Meister der Bluesgitarre und Udo Wolf lebte mit seiner Stimme das Elfte Gebot und das Mississippi Saxophon hat auch eine Außenstelle höchster Güte in Hildesheim.

Weiter ging es mit dem Vollmond, gesungen von Tom Schrader, eine Story darüber, wie lange die Vorgenommenheit guter Vorsätze hält, nicht mehr soviel Alkohol zu vernichten, nämlich nur wenige Stunden, dabei eine Slidegitarre, whow, die Temperatur im Saal erreichte jetzt schon sehr sommerliche Werte.

Ein Harmonikaintro der Ritterschlagabteilung eröffnete die Bühne für den Plapper Popper, das Stück ging inklusive Gitarrensoli und Basssoli fast 15 Minuten, inmitten so intensiv leise, vom Publikum hörte man keinen Muckser, so beispielhaft, die Band bedankte sich dafür auf ihre Weise, der grandiose Schluss bekam eine zweiminütige Verlängerung.

Tanzt mit uns heut Nacht grummelte Udo Wolf beim nächsten Stück in die Menge, mit einem Zwiegespräch vom Feinsten zwischen Gitarre und Harp.

Gitarre, Bass und Schlagzeug unterspielten dezent die nun folgenden Minuten, Udo Wolff sprach zu seinen Geislein, meinte, wenn das Konzert so gut wird wie der hier ausgeschenkte Kaffee, stellte den fünften Mitstreiter des Band vor, Tontechniker Jens, der sorgte für einen vorzüglichen Sound, lobte uns alle im Saal für die Bluesmitgehensweise und die vorbildliche Ruhe in den ruhigen Momenten der Musik, gut für die unglaubliche Intensität der Bluesvorträge der Band.

Ein Boogie der Güteklasse Canned Heat läutete den Schlussspurt vor der Pause ein, und vor den letzten Tönen gab es noch das Angebot, die Band doch mit nach Hause zu nehmen, sprich, die von den Jungs angebotenen Verkaufsargumente in Form von CD`s zu begutachten und ein Strauß bunter Instrumentalmelodien entließ das völlig begeisterte Publikum in Gespräche über das Gehörte und Gesehene.

Ich fand das Ganze formidabel!

Ein Freddie King Instrumental und das von Tom Schrader besungene Paradies auf Erden eröffneten den Liederreigen des zweiten Sets, Udo Wolff unterhielt sich danach mit uns über Jugendsünden und Persico und die daraus resultierenden Leberverwüstungserscheinungen, das Persico die Hose hart macht im Sinne von wenn du dir Persico über die Hose geschüttet hast und das Zeug trocken wird, kannst die Hose hinstellen.

Wieder mal, ein Slowblues der Extraklasse, sorgte wieder mal für eine unglaublich intensive Bluesgenussstille im Saal, ich weiß, ich wiederhole mich, aber trotzdem, und die chromatische Harp von Udo Wolff sorgte für Unterarmhärchenaufstellung bei mir, und er sang davon, das es nur auf den Tod eine Garantie gibt, nicht auf die Liebe.

No More Rubbish, Udo sitzend auf einer Tourkiste, Tom auf einem Korbstuhl, nur die beiden korrespondierten miteinander bei diesem Slowblues, nur diese Stimme und eine unglaublich feine, zurückhaltende Gitarre, der Applaus danach für die beiden Bluesbrüder ( seit 33 Jahren ) war beeindruckend.

Anschließend suchte Udo vergeblich eine Harp in Tonart D, fand sie nicht und fragte im Publikum an, ob jemand im Saal eine hätte, die Tonart wurde nach der Verneinung geändert und sagte einen Instrumentalblues an.

Tom Schrader spielte uns nach diesen wieder mal einfach unglaublich beeindruckenden Tönen einen Gitarrenslowblues von Tampa Red, den Denver Blues, zum Niederknien, auch unglaublich " schön ".

Weiter im Takt ging es mit einem Harmonikabegleitenden Sprechgesang und tut das gut läutete Udo mit den Worten ein, das das Lied durchaus tanzbar sei, auch für Leute unseres Alters!

Nach knapp zwei Stunden ging dieses Highlight nun in den Endspurt, die drei Zugaben Zahltag, Himmel oder Hölle und der Rausschmeißer Let`s Work Together von Wilbert Harrison.

Tosender Applaus!

Nach dem Konzert unterhielt ich mich noch ein bisschen mit Udo Wolff, der sich frug, warum das Dritte Ohr noch nie vorher hier in diesem Kleinod der Bluesmusik gespielt hat, ich erzählte ihm was vom JJBR, er ließ Grüße an die Hörer und Moderatoren ausrichten, wir unterhielten uns über den Chicago Blues, und, und, und.

Auf dem 200 km langen Heimweg nach Hilden lief im CD Player in meinem Twingo mindestens viermal noch der "Ohrwurm " Tut Das Gut! Auch das Heimathaus!

Gruß von einem völlig begeisterten HRVolker

http://volkerseinezeilen.blogspot.com/

Angefügte Bilder:
Band .jpg   Gert .jpg   Pete jpg.jpg   Tom .jpg   Udo .jpg  
ulli60 Offline




Beiträge: 13

21.09.2008 23:36
#2 RE: Das Dritte Ohr im Heimathaus in Twist am 20.09.08 antworten

Richtig Volker!

Der Bericht ist natürlich hochgradig subjektiv.
Ich kann mir aber nicht helfen: Es war wirklich grandios.
Insofern fällt Widerspruch schwer. Super Bericht! Super Konzert!

Ein auch restlos begeisterter Ulli(60)


PS: Natürlich kann man davon ausgehen, dass mein Urteil keine subjektiven Mängel aufweist.
Nach 30 Jahren und 250km einfache Fahrstrecke geht man da einfach objektiver ran.

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