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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Konzertberichte
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

20.09.2008 16:09
Abi Wallenstein’s Blues Culture + Tom Shaka in Aachen am 18.09.2008 antworten
Eigentlich dachte ich mit meinem Bericht zu Abi Wallenstein und Blues Culture in Sinsteden vom 30.08.2008 wäre alles gesagt, was ich empfunden und zu sagen habe. Aber das Wiedersehen mit den Akteuren in Aachen ist mir denn doch noch ein paar Zeilen wert.

Zunächst mal ein herzliches Danke an meine alte Heimatstadt Aachen, die es möglich macht, an 10 (!) Tagen mehrere Konzerte zu präsentieren. Das täglich und im Rahmen des «Aachen September Special» vom 12. - 21.09.2008

Es findet sich für jeden Geschmack etwas, so auch für meinen und das vor historischer Kulisse im «Hof».

Gegen 18Uhr bin ich da und bekomme noch die letzten Minuten des Soundchecks mit. Abi Wallenstein, Steve Baker und Martin Röttger sind auf der Bühne, zu ihnen gesellt sich Tom Shaka, der solo den Abend eröffnen wird. Was dort zu hören ist, lässt die Vorfreude noch höher schlagen. Die Begrüßung ist herzlich, schließlich haben wir ja uns vor drei Wochen hier verabredet, um Steve an alter Wirkungsstätte zu erleben.

Steve Baker ist Mitte der Siebziger von Großbritannien nach Deutschland gekommen als Straßenmusiker. Mit der Band «Have Mercy», die neben ihm noch aus Brian Barnett, Dick Bird, Jon Echolis, Henry Heggen, Rory McLeod bestand und in Hamburg ansässig war, hat er oft in Aachen gespielt. In Kneipen, im Audimax der RWTH. Und hier haben sich unsere Wege damals schon oft gekreuzt. Ich bin immer noch stolzer und glücklicher Besitzer der LP von «Have Mercy» mit dem Titel «Boodlam».

Um 20:15Uhr ist es bereits ziemlich dunkel, der «Hof» hat sich schon reichlich mit Publikum gefüllt. Von der Bühne aus blickt man auf einen Teil des Aachener Doms. Im Hintergrund der Bühne auf rot angestrahlte antike Säulen.

Tom Shaka betritt die Bühne, er ist gebürtiger Amerikaner und lebt seit langem schon in Deutschland. Er begleitete David "Honeyboy" Edwards auf dessen Deutschland-Tourneen. Aber auch Eric Burdon, Louisiana Red, Vince Weber oder Henry Heggen gehören zu seinen Weggefährten. Mit Steve Baker und Abi Wallenstein steht er ebenfalls oft gemeinsam auf der Bühne. Tom spielt eine Danelctro Gitarre und zusätzlich Harp. Seine Stimme ist rau und kräftig.
Nach ein paar Solostücken darunter «Baby Face» gesellen sich Steve Baker und Martin Röttger dazu. Es folgen Titel wie «Red River Rock» von Johnny and The Hurricanes, der hier mit einem Harpduett eine ganz besondere Note bekommt. Mit einer brillanten Soloeinlage dokumentiert Martin Röttger sein Können auf dem Cajon.

Tom Shaka verlässt die Bühne auf später. Zu viert wird man den Abend beenden.



von links nach rechts: Tom Shaka - Martin Röttger - Abi Wallenstein - Steve Baker

«Long As I Can See The Light», der alte Titel von John Fogerty, ist einer der Ersten, die dann Abi Wallenstein präsentiert. Und dieser Titel erzeugt Gänsehaut. Es ist eine wundersame Stimmung im «Hof», mehrere hundert Leute haben sich eingefunden, sie sitzen dicht gedrängt auf den Stufen. Die Ausleuchtung auf der Bühne tut das Ihrige, um diese Stimmung noch zu untersteichen. Der Sound ist ausgewogen und mehr als gut. Wie Blues Culture diesen Titel und all die anderen heute Abend präsentieren, verleitet mich zu dem Ausdruck „magisch“. Ja es liegt eine Magie in der Luft, die auf alle übergreift, auf die auf der Bühne und auf die davor, ein Tänzer aus dem Publikum bringt das ganz in die Musik versunken durch seine Bewegungen zum Ausdruck.

Ich bin fasziniert von all dem und versuche dies mit der Kamera festzuhalten. Ein unmögliches Unterfangen, das weiß ich und dennoch fotografiere ich, was das Zeug hält. Dies bleibt nicht unbemerkt, ich darf sogar auf die Bühne, vorbei an den Security Leuten, um ein paar Bilder aus dem Rücken der Band mit der Zuschauerkulisse davor zu schießen. Und das mit ganz offizieller Genehmigung.

Dass «Blues Culture» das ist, was der Name verspricht, brauche ich nicht nochmals zu erwähnen. Alle drei sind feine Musiker, die wissen, wie man Blues spielt und interpretiert. Und als Tom Shaka noch als vierter Mann auf die Bühne kommt, wird aus «Blues Culture» wie angekündigt «Blues Celebration». Mittlerweile hat es Abi Wallenstein geschafft, das Publikum zum Aufstehen zu bewegen. Die Menschen tanzen und klatschen im Takt. Das Konzert ist zu einer Open Air Fete geworden. Überall sieht man in zufriedene, ja glückliche Gesichter. Wilibert Harrison’s «Let’s Work Togehter» ist der letzte Titel an diesem Abend, denn wir befinden uns mitten in der Innenstadt Aachens und as an einem Donnerstagabend, so muss um 22Uhr Schluss sein, so eine Art Polizeistunde, was alle Beteiligten äußerst schade finden.

Die Menge zerstreut sich ziemlich schnell. Ich bleibe noch, um das gerade Erlebte noch ein wenig ausklingen zu lassen und um mich noch bei Tom, Abi, Steve und Martin für den tollen Abend zu bedanken und mich auf ein nächstes Mal zu verabschieden. Steve lächelt und meint, oft habe daran gedacht, in Aachen zu bleiben, aber dann habe er sich für Hamburg entschieden. Aber die Verbindung zu Aachen stehe noch und es sei immer wieder ein Vergnügen hier zu sein. «See you next time, take care …».

Und auf dieses nächste Mal freue ich mich schon jetzt.

Text und Fotos © Tony Mentzel

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

Angefügte Bilder:
alle_klein.jpg  
JimmyButton Offline




Beiträge: 10

20.09.2008 17:27
#2 RE: Abi Wallenstein’s Blues Culture + Tom Shaka in Aachen am 18.09.2008 antworten

wooow, danke Tony für den klasse Bericht :-)

da wäre mancher sicher dabei gewesen... unter anderem auch ich

Gruss Werner

Gardner Offline




Beiträge: 2.321

28.09.2008 18:06
#3 RE: Abi Wallenstein’s Blues Culture + Tom Shaka in Aachen am 18.09.2008 antworten

Die Fotostrecke ist online Einfach hier klicken...

Tony Joe Gardner
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