Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

zum Radio | JJBR bei MySpace |

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 642 mal aufgerufen
 Konzertberichte
HRVolker Offline




Beiträge: 727

20.09.2008 12:40
Doug Jay & The Blue Jays in der Manege/Ratingen am 19.09.08 antworten


Er wird immer wieder mal Konzerte in Deutschland spielen und singen, denn hier hat er zahlreiche Fans und fast 9 Jahre gelebt, aber "Homesick" ist der Grund, wieder in seine Angestammte Heimat Washington D.C. zurückzukehren, Anfang Oktober ist Termin.

Das erwähnte Doug Jay während des gestrigen Konzerts mit seinen Blue Jays in der Ratinger Manege.

Doug Jay an der Harp und Gesang, Christoph " Jimmy " Reiter an der Gitarre, Jasper Mortier aus Holland und am Bass, upright und elektrisch, und Andre Werkmeister am Schlagzeug musizierten für knapp 2 Stunden die 40er,50er und 60er Blues - , Soul - und R & B Jahre Jahre des letzten Jahrhunderts in die heutige Zeit, eine Mixtur die passt, nicht wackelt und Luft lässt auch für Zitate aus der Roots – und Rockmusikwelt.

Rund und los geht’s um Zehn Vor Neun mit It Must Have Been The Devil von ihrer 2005 erschienenen Cd Jackpot, ein " Treiber " vor dem Herrn, das Publikum ist genau wie die Band sofort auf Feierbetriebstemperatur, ein Titel von Elmore James folgt und das Titelstück ihrer aktuellen CD " Under The Radar " das für mich so ein bisschen den Spuren von CCR nachgeht, klasse.

Mit der " Blue Midnight ", einer harmonikanischen Verbeugung von Doug vor einem der größten Harper aller Zeiten, Little Walter Jakobs, der dieses Stück komponierte, wurde es zwischendurch auch mal instrumental, hier vibrierte es im Saal.

Love Grows Cold wurde besungen, das Instrumental Tumbleweed, erfunden von Jimmy Reiter und Andre Werkmeister, hievte die Musik auch noch so in die texanisch mexikanische Richtung, flirrend und groovend.
Grollendgroovig wurde ein Real Bad Girl in den Saal gespielt und anschließend I Jump, genauso hoch in der Schlagzahl.

Die leider wieder mal bei einem Blueskonzert sehr übersichtliche Anzahl von Zuschauern, ca. 45 an der Zahl, hatte Spaß und Freude und Party, es erlebte kein Rauf und Runter wie die Spekulanten und andere Existenzvernichter in den letzten Tagen an den Weltbörsen, das musikalische Niveau der Band blieb immer auf einem sehr hohen Level.

Doug hat eine sehr kräftige Stimme, auch ohne Mikro wohl gut zu hören, sein Harpspiel ist sehr variantenreich, krachend, leise, mini – und maximalistisch, zwischendurch ein Solo bei dem Stück Willie And The Hand Jive gehend durch die Manege vom Allerfeinsten,
Jimmy Reiter zeigt, was für ein
feiner, filigraner, fetziger, frickelfreier, kurzum famoser Gitarre er ist,
Jasper Mortier basst dazu völlig gelassen und wie eine Eins, ein Fundamentalist im wahrsten Sinne des Blues und
Andre Werkmeister ist der Meister des Schleppens oder Vorwegspielens, immer das Zehntel vor oder dahinter, das würzt das Schlagzeugspielen im Zwölftaktbusiness ungemein.

Der Zweistundenauftritt beinhaltete natürlich auch noch einige Lieder der Doug Jay CDs Get It While It`s Hot und Until We Meet Again sowie den Eddie Taylor Boogie I Feel So Bad, was natürlich und überhaupt nicht für diese Veranstaltung hier und heute abend galt.

Mit Seven Days To Rock, Seven Days To Roll mischte der Vierer zum Abschluß eines Klassebluesabends zum wiederholten Male die städtischen Manege auf, ich danke allen Beteiligten für die nette Einleitung eines Wochenendes.

Gruß

HRVolker

http://volkerseinezeilen.blogspot.com/

Angefügte Bilder:
Doug Jay .jpg   Jimmy .jpg   Jasper .jpg   Andre . jpg.jpg  
 Sprung  
Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen