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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Konzertberichte
HRVolker Offline




Beiträge: 727

10.09.2008 19:27
Jim Suhler And Monkey Beat im Spirit of 66 in Verviers/Belgien am 08.09.08 antworten
Und weil`s so schön war, noch`n Bericht über die oben genannte Band!

Aber an anderer Stelle/Bühne/Stadt/Land.

Aber muss das sein? Natürlich, über solche Klassebands kann nicht genug berichtet werden, muss auch mehrmals berichtet werden können.

Nach einer problemlosen 140 km Anfahrt von Hilden nach Verviers und dem dann folgenden obligatorischen belgische Pommes mit Mayo Essen in der SchräggegenübervomSpiritPommesbude ging’s nach dem Entrichten des Konzertunkostenbeitrags von 12 Euro in eine der für mich besten und feinsten Musikkneipen in DeBeNeLux!

Mit uns versammelten sich leider nur ca. 60 Strombluesenthusiasten, um in den nun folgenden 150 Minuten zu feiern, zu feiern eine der für mich besten Blues der etwas deftigeren Art Formationen "westlich des Urals"( Ausdruck aus der vierteiligen Serie Pogo 1104 ).

Ein kurzer Vorgriff auf die Nachlese. Ich überlegte wieder mal wie schon sehr oft nach Konzerten mit Blues/Rockbands aus dem NichtmehrlangeBushland, warum sind diese Bands so verdammt gut? Viele Antworten!

Um 20 Uhr 30 kam die Band, bestehend aus Jim Suhler – Gitarre/Gesang, Carlton Powell – Bass/ Refrainsingen, Shawn Phares – Keybords/ Accordion/ Refrainsingen und dem ehemaligen Bonamassaschlagwerker Kenny Kramme auf die Bühne und der Texasvierer begann mit einem Texasbluesinstrumental der Hideawayschen Art, es folgte das Lied über die Tijuana Bible,
Titelstück seiner letzten CD, diese Biblen waren Comichefte der nackten Tatsachen, erschienen in den 20er bis 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Ein Bluesrocker mit einem Nackenbrechenden Riff.

Danach folgte das nächste die Blutgefäße erweiternde und Adrenalinfreisetzende Riff, der Bones in The Closet und Rattle …Fendertraktiersong.

Die Band spielte wie aus einem Guss, hatte Spaß in allen acht Backen und das Publikum ging begeistert mit. Besonders hervorheben möchte ich das perfekte Notenhinundherschmeißen zwischen Jim und Shawn, sei es bei Shawn mit dem Korg CX – 3 oder seinem Yamaha Keyboard oder bei einigen Stücken auch mit dem Accordion.

Kenny Kramme und Bandurgestein Carlton Powell legten das BluesRockParkett perfekt.
Jim bespielte auch das nächste Stück mit seiner roten Fender, das in den ersten Minuten Jamrockartig daher kam und in den Song Shake überging, gleichnamiger Titel einer CD der Band, das ca. 16 Minuten dauerte und mit einigen Zitaten aus der Rockwelt gewürzt wurde, u.a. Hush .

Und Ruckzuck war’s 21 Uhr 35, die Band verabschiedete sich für eine 20 minütige Pause von der Bühne, Zeit, die vor ein paar Monaten erschienene DVD, Live In Texas At The Granada, zu einem moderaten Preis käuflich zu erwerben.

Shotgun Shack von der Bad Juju CD eröffnete den zweiten Teil des Konzerts dieses perfekt zusammenspielenden Quartetts, zwischendurch gab es einen paarminütgen Auftritt des renitenten Gitarrenverstärkers von Jim Suhler, er rückkoppelte wie verrückt, aber mit den vereinten Kräften von Jim und dem Besitzer des Spirit, Francis, wurde er eines besseren belehrt und funktionierte danach wieder einwandfrei.

Nach diesem Stück mit Barroombluesflair griff sich Jim seine Fender, die bei jedem RoryGallagherFenderStratocaster Lookalike Wettbewerb den ersten Platz belegen würde und Every Dog Has His Day, ein Slowblues mit feinen Zwischentönen, folgte.

Scattergun, ein Slidebluessong der Mitwippklasse, eingeleitet, wie soll ich`s schreiben, psychedelicartig triffts wohl einigermassen, knallte gut und Jim blieb beim Metallröhrchenbluesrock, Devil`s Hand von der Radio Mojo CD folgte, mittendrin zauberte er ein Solo raus, mein lieber Herr J.Winter, wie selbiger in seinem Liveknaller von Herrn Zimmermann, Highway 61 Revisited.

Seine Steelgitarre ließ sich auch für zwei Stücke hören, einmal sogar mit Stahl auf Stahl, das Slideröhrchen bestand aus diesem Material.

Um 22 Uhr 45 begann mit dem Lightnin Hopkins Stück, Po Lightnin, der Zugabenteil, das Stück hat leichte, aber Blueskonsumentenfreundliche Rapanleihen.

Nun kam die rasante Schussfahrt in die Schlussakkorde und Zeit für Jim Suhler, einen seiner ewigen Favoriten zu ehren, Rory Gallagher.

I Could've Had Religion, einer " der " Slowblues überhaupt von Rory, ging über in Restless Soul, mit einem fantastischen Slidesolo mittendrin, Orangenhaut auf meinen Unterarmen war angesagt.

Der Bullfrogblues beendete einen meiner sehr erfeulichen Bluesrockabende, ich hab die Jungs aus Dallas nun dreimal erlebt, es war immer ein Highlight meiner Konzertguckkarriere.


Gruß

HRVolker

http://volkerseinezeilen.blogspot.com/

Angefügte Bilder:
Band.jpg   Carlton Bass.jpg   Jim Dobro.jpg   Kenny Drums.jpg   Shawn Korg.jpg  
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

19.09.2008 18:13
#2 Jim Suhler & Monkey Beat am 17.09.2008 auf Burg Satzvey antworten
Jim Suhler & Monkey Beat am 17.09.2008 auf Burg Satzvey

Ich will mich auf ein paar persönliche Eindrücke beschränken, Volker hat in seinem Bericht ja alles Wesentliche genannt.

Von drei Möglichkeiten, die Band in meiner Nähe zu erleben, habe ich die Dritte genutzt. Und bin sehr froh darüber, dass ich diese letzte Chance wahr genommen habe.

Es ist schön zu sehen, dass so viele Leute nach Satzvey gekommen sind, um diese gut aufgelegte Band spielen zu sehen und vor allem zu hören. Jim Suhler ist ein klasse Gitarrist, er beherrscht sein Instrument. Vor allem seine Slide- Einlagen auf der alten kaum noch mit Lack versehenen Stratocaster und später auf der Telecaster Thinline sind wahrlich meisterlich. Er spielt die Licks als wären sie das Normalste der Welt, was für seine Welt wohl auch zutrifft.

Der Gesang ist ohne Fehl und Tadel, die Band eine kraftvolle Einheit. Sehr gut gefallen haben mir auch die Keyboardsoli von Shawn Phares, Bass und Schlagzeug sind tight und bieten so den nötigen festen Grund.

Das Ganze rockt und groovt, überflüssige Gimmicks sind hier nicht nötig. Die Band und ihre Musik sprechen für sich selbst.



Ein richtiges Highlight für mich ist Joe South’s «Hush», das Deep Purple seinerzeit mit Erfolg gecovert haben. Wer dabei noch still stehen kann, ist selber Schuld. Volle 21!!!

Ein weiterer Glitzerpunkt ist Dylan’s «Highway 61», dessen Version von Johnny Winter die Messlatte schon gewaltig hochlegt, aber hier mindestens gleichwertig rüberkommt. Slidedampf in allen Gassen. Hierfür ebenfalls die volle 21!!!

Der «Bullfrog Blues» beendet die Zugabe. Ich habe noch Gelegenheit, mit Shawn, dem Keyboarder zu plaudern, mit Jim habe ich das schon während der Pause getan. Es ist immer wieder erstaunlich, wie „normal“ diese Leute sind, kein Stargehabe, immer freundliche Worte, immer auskunftsbereit und interessiert.

Wer einen interessanten, abwechslungsreichen Konzertabend verleben möchte, ist bei Jim Suhler & Monkey Beat bestens aufgehoben.

Fazit: Unbedingt nicht verpassen.

Text und Fotos © Tony Mentzel

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

Gardner Offline




Beiträge: 2.321

28.09.2008 18:08
#3 RE: Jim Suhler & Monkey Beat am 17.09.2008 auf Burg Satzvey antworten

Die Fotostrecke ist online Einfach hier klicken...

Tony Joe Gardner
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