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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 1.334 mal aufgerufen
 JJBR im Gespräch mit...
Blue Bayou Offline



Beiträge: 1.115

08.09.2008 18:11
Richie Arndt Backstage am 07.09.2008 im FZW zur "Rorymania" antworten
Nein, dies ist noch nicht...

...das Interview mit Richie Arndt, dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das Interview mit Richie Arndt anlässlich des "Rorymania" - Konzertes im FZW in Dortmund, welches wir aufgezeichnet haben und das ihr, wenn ihr mögt, bald im Jukejoint-Bluesradio zu hören bekommt.

Und das könnt ihr dann natürlich auch ausführlich und in voller Länge nachlesen, nämlich hier....genau an dieser Stelle.

Vorab gibt es hier und jetzt nur eine kleine Impression:

"Rorymania", das ist ein Projekt mit der Creme de la Creme des deutschen Blues-Rock: Richie Arndt ( Richie Arndt and the Bluenatics), Gregor Hilden (Blues aus Münster mit Jazz Einfluss), Alex Conti (Lake, Hamburg Blues Band) und Henrik Freischlader ( Henrik Freischlader Band).

"Rorymania" ist seit einem Jahr in Deutschland auf Tournee und viele von euch werden eines dieser großartigen Konzerte bereits gesehen und/oder die entsprechende CD zu Hause im Regal haben.
Nach diesem Gig im FZW, vor dessen Beginn wir mit Richie Arndt eine halbe Stunde lang Backstage sprechen konnten, stehen noch 2 Konzerte aus:
am 24.10.2008 in Hamburg und am 25.10.2008 in Halle

"Mit "Rorymania"," sagt Richtie Arndt und lehnt sich in seinem Stuhl zurück, "habe ich mir einen Traum verwirklicht, nämlich den Traum, wieder zu den Roots zurückzukehren und ein ganz besonderes Album zu veröffentlichen."

Wie es dazu kam, wie aus einer Idee eine CD und eine Tournee wurde, was Richie an Rory Gallagher besonders beeindruckend fand und was seine nächsten Pläne sind....

....das hat er uns in diesem Interview erzählt.

More to come..

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(* Frank Zappa )

Blue Bayou Offline



Beiträge: 1.115

14.10.2008 19:49
#2 RE: Richie Arndt Backstage am 07.09.2008 im FZW zur "Rorymania" antworten
So, und hier ist jetzt der Wortlaut des Interviews mit Richie Arndt, aufgenommen am 07.09.2008 Backstage im FZW in Dortmund:

JJBR: Richie, wie kam die Idee zustand, die Sache mit Rorymania anzuleiern?

Richie:
Da muss ich lange zurückdenken.
Ich bin ja zumindest alter Rory Gallagher Fan, also Taste wäre jetzt nicht wirklich wahr.
Als Taste aktuell war, war ich noch.... da habe ich weder Gitarre gespielt, noch mich für Rock- und Popmusik interessiert.
Aber als Rory dann seine erste Solo-LP aufnahm, da war ich ziemlich schnell begeistert und
das war die Zeit, als ich anfing, Gitarre zu spielen.
Und Rory Gallagher war einer meiner ersten Idole, das lag zum Teil an seinen Songs, zum Teil an seiner Musik im allgemeinen, und eben dem Blues, den er spielte.
Viel lag auch an der Person Rory Gallaghers, weil das einfach eine unheimliche Stil-Ikone war, so, wie er immer aufgetreten ist, in seinem karierten Baumwollhemd, alte Jeans, Turnschuhe....das hat mich damals sehr geprägt, und so wollte ich auch sein.

JJBR: Hast du einen Lieblingssong von ihm?

Richie:
Ach, das ist wirklich schwer.
Also gerade jetzt, wo ich die ganzen...ich weiß gar nicht mehr...die ganzen CDs, ich komm jetzt nicht auf die Zahl...waren es dreizehn oder waren es dreiundzwanzig....ich hab auf jeden Fall alles noch mal durchgehört, als ich irgendwann diese Idee hatte, meine Lieblingssongs im allgemeinen aufzunehmen, heißt also, es gibt eine Menge Lieblingssongs letztendlich.
So einen nur zu nennen, fällt mir schwer.
Also Laundromat ist sicherlich einer, das war ja das Titelstück seiner aller ersten Solo LP 1971, die ich von vorn bis hinten ständig gehört hatte.
Diese LP habe ich 2 Jahre lang ständig gehört. Jeden Tag habe ich es mindestens 5-mal gehört.
Ja wirklich. Die Gitarre fand ich so toll, diesen Sound.

JJBR: Haben dir die druckvollen Sachen besser gefallen?

Richie:
Nein eigentlich nicht. Laundromat ist das einzige wirklich krachige Stück von ihm, was ich persönlich so toll fand.
Mir haben die Balladen besser gefallen.
Letztendlich gefällt mir "I Fall Apart" am besten..
Wobei „Can`t believe it`s true“ noch schöner ist.
Aber das ist ein Stück, an das ich mich nicht rangetraut habe, weil es perfekt ist, auf seiner 1. LP, das hätte ich nicht besser machen können.

JJBR: Das spielst du gar nicht?

Richie:
Nee, das spiele ich nicht.

JJBR: Aus Ehrfurcht?

Richie:
Ja, das muss ich so sagen. Ich wüsste nicht, was ich daran hätte besser machen können.
Also, es wäre anders geworden, aber nicht besser.
Also, ich will nicht sagen, dass unsere Stücke besser sind, aber ich hatte zumindest zu vielen Stücken einen anderen Zugang oder hab die schon ein bisschen verändert in irgendeiner Art und Weise.
Wenn man sich unsere Rorymania CD anhört, wird es auffallen, dass nicht alles so Ton für Ton nachgespielt ist, sondern das es schon interpretiert ist.
Aber dieses eine habe ich ausgelassen, obwohl ich es eigentlich wirklich supergut fand.

Ich musste jetzt ja auch...wann war das......Moment, das war 1971..das sind jetzt 37 Jahre...unfassbar...so lange habe ich also geübt, bis ich dann Laundromat wirklich konnte und es aufnehmen wollte...( Gelächter ).
Vielleicht werde ich das bei „ Can`t believe it`s true“ auch noch mal irgendwann so machen.

Also, ich bin alter Fan von Rory.
Das hatte sich aber dann irgendwann gelegt. Und zwar auch, weil meine eigenen musikalischen Interessen sich gewandelt haben.
Ich hab in den End-70ern auch immer viele unterschiedliche Sachen gehört.
Ich hab dann wirklich Art Rock sehr gerne gehört, ich war großer YES Fan.
Hab auch Chick Corea, Jazz-Rock, solche Sachen, viel gehört und war davon sehr begeistert.
Ich habe dann ja auch ein Musikstudium angefangen, also erst mal Musikpädagogik in Bielefeld und gleichzeitig in Hamburg an der Musikhochschule bei diesem neuen Modellversuch „Rockmusik“ wie er hieß – ja, „Modellversuch Popularmusik“ wurde er genannt - aber es war eigentlich Rockmusik.

Ich habe viele verschiedene Sachen gespielt, gemacht und gerne gehört und mich auch mit anderen Sachen beschäftigt.
Und bin dann, weil ich unbedingt professionell Musik machen wollte und das nicht so einfach ist in Deutschland, also ich habe dann angefangen auch in Coverbands zu spielen und davon habe ich lange auch gut gelebt. War dann aber irgendwann wirklich abgenervt davon.

So nach 10-12 Jahren, in denen ich durch ganz Deutschland getingelt bin, ständig unterwegs war, dann hatte ich wirklich so ein absolutes Burn-Out – ich wusste, ich habe keine Lust mehr.
Da fing dann die Techno-Welle an in Deutschland, Anfang der 90er.
Da war dann Musik angesagt, die ich spielen sollte...( lacht ), die ich definitiv überhaupt nicht gut fand, mit der ich wirklich nichts anfangen konnte.
Und dann habe ich gesagt: „So, ich weiß nicht, was ich mache, aber ich höre auf, das mache ich auf jeden Fall nicht mehr weiter.“
Und dann habe ich ein halbes Jahr wirklich nichts gemacht und hab mir einfach Gedanken gemacht und mich gefragt: "Was will ich eigentlich machen?"
Und hab gesagt, fang mal wieder da an, wo du zuletzt aufgehört hast oder was du gut fandest, und dann wird sich schon etwas ergeben.
Und dann habe ich die Bluenatics gegründet, also auch ein Trio, was Gallagher ja auch weitestgehend hatte, er hatte zwar nachher oft einen Keyborder dabei, aber den fand ich sowieso über...

Gitarre, Bass, Schlagzeug, das reicht eigentlich...und wenn einer noch dazu ein bisschen singen kann...dann hat man viel Freiraum und das habe ich auch schnell gemerkt und bin wirklich schnell wieder entflammt.
Für diese Art von Musik und für diese Freiheit, die man hat.

Selbst wenn die Leute ankommen und sagen: "He, könnt ihr mal das oder jenes von der Stones spielen"....neee, also, wirklich nicht mehr, da habe ich keinen Bock mehr zu.
Obwohl ich das verstehen kann, wenn einer die Stones gut findet.
Aber da wollte ich komplett von weg, von dieser Dienstleister- Auffassung.
Ich habe dann wieder angefangen, eigene Songs zu schreiben und es hat eine Zeitlang gedauert, bis man sich wirklich wieder freigeschwommen hat von allem.

Wir haben ja dann unsere vier ersten CDs aufgenommen.
Unsere ersten beiden noch selbst produziert, die dritte und vierte dann bei ZYX, einer relativ großen Plattenfirma, und dann fühlte ich mich wirklich frei und dann habe ich gesagt:
„Ich möchte eigentlich noch mal diese alten Sachen, die mich damals so begeistert haben, so auf meine Art und Weise interpretieren“, und ich fühlte mich dann auch reif dafür. Das muss ich mal sagen.
Dann war es soweit.
Ich hatte nicht den Anspruch, es besser zu machen, aber ich liebe diese Songs und wollte sie eigentlich noch mal spielen. Und zwar alle zusammen und besonders auch für Rory.
Es hat mich extrem gewundert, das da noch keiner vorher auf diese Idee gekommen ist.

Es gibt einige Coverbands, die nur Rory Gallagher covern, sowohl in Irland und in England und Holland und auch in Deutschland.
Aber das irgendein bekannter Gitarrist, der an sich seine eigene Sachen macht, sagt: „So ich mache jetzt `ne Rory Gallagher -Tribute CD,“ da ist noch keiner drauf gekommen. Das fand ich dann super.
Das ist ja dann auch von der Presse und von vielen Leuten wohlwollend aufgenommen worden.

Trotzdem ist Rory Gallagher.... natürlich, wenn ich ihn jetzt mit meiner Band, wir sind ja auch ein Trio, gespielt hätte - wäre ja eigentlich perfekt - dann hätten die Leute gesagt, na ja, ihr spielt ja jetzt zu dritt die Songs, die Rory auch zu dritt gespielt hat, jetzt auch quasi nach.
Und dann ist man schnell so in diesem Bild, das man ihn nachspielen will oder genau so gut spielen will oder wie auch immer.
Da habe ich mich gefragt: "Wie umgehe ich das?"

Dann hatte ich einfach erst gedacht, ich hole mir Gäste.
Also mal was anderes... Orgel, Bläser, irgendwie, mal einen Saxophonisten. Und dann habe ich mir das noch mal angehört und habe gedacht, das passt alles nicht, also, die Musik schreit nicht nach einer Orgel, nicht nach einem Saxophonsolo, vielleicht mal `ne Mundharmonika – aber es muss schon irgendwo im Thema bleiben.
Die schreit eigentlich nur nach Gitarre.

Und die drei Gitarristen, die ich dann angerufen habe, waren die ersten und waren auch die, die gleich spontan zugesagt haben.
Es war aber auch meine 1. Wahl. Also alles Leute, die ich kenne und die ich persönlich gut finde.
Ja, so bin ich dazu gekommen.

Also, Gregor kenne ich ja schon lange. Schon von unseren Osnabrücker Blues-Sessions, wo ich lange Jahre war und wo man sich so trifft.
Alex Conti kenne ich noch aus meiner Hamburger Zeit, also aus den 80ern, und Hendrik habe ich jetzt erst im letzten Jahr kennen gelernt. Da ist er auch richtig emporgekommen, hochgeschossen, verdienterweise.
Und der war auch und ist immer noch bei ZYX, bei der Plattenfirma, bei der wir auch waren und so gab es immer mal Kontakte.
Ich fand, das passt gut, weil jeder der Gitarristen auf seine Art eigenständig ist.
Ich hatte jetzt bei keinem Angst, dass er wirklich versucht, Rory`s Soli nachzuspielen oder es wirklich zu covern, sondern jeder hat seinen eigenen Stil.
Das fand ich ganz wichtig.

Dadurch, dass wir jetzt mit vier Gitarristen diese Songs interpretieren, was mir sehr wichtig war, kam dieser Vergleich „Coverband“ nicht auf. Und auch die Fans waren froh, dass sie sich diese Songs wieder einmal live auf einer Bühne anhören können.

JJBR: Seid ihr euch über die Vorgehensweise direkt einig gewesen?

Richie:
Also, ich habe mir ja die Stücke ausgesucht und habe gesagt, du spielst das und du spielst das. Ich habe schon überlegt, wer welches Stück spielen soll und das habe ich denen auch so gesagt.
Es war also nicht unbedingt so ein Bandkonzept.
Ich habe schon versucht, das Heft in der Hand zu behalten.
Es war ja auch meine Idee. Ich hatte auch im Kopf eine Vorstellung davon, wie es werden soll.
Und es ist meiner Vorstellung doch sehr nahe gekommen, wenn nicht sogar übertroffen.


JJBR: Die Herren haben sich drauf eingelassen?

Richie:
( Allgemeines Gelächter..) Ja, ich hatte ja auch schon die Stücke ausgesucht, von denen ich meinte, dass sie zu den jeweiligen Gitarristen passen.
Das habe ich dann alles so aufgeteilt.
Ich habe darauf geachtet, dass jeder gleich viele Stücke bekommt, damit es keine Animositäten gibt – aber die gab es auch nicht.
Ich meine, im Vorfeld haben viele geulkt: “Das kann nicht gut gehen, vier Gitarristen, das klappt nicht, da spielt ihr euch gegenseitig an die Wand, versucht euch gegenseitig, die Butter vom Brot zu nehmen“.
Aber das ist überhaupt nicht so. Wir verstehen uns wirklich prächtig.

JJBR: Wie viel Konzerte habt ihr bisher schon gegeben?

Richie:
Ich habe sie gar nicht gezählt.
Also letztes Jahr waren es 11 auf der 1. Tour und dieses wieder Jahr 10 und dann jetzt im Sommer noch einige Festivals...25 bis jetzt und dann noch zwei. Im Hamburg und in Halle-Westfalen.

JJBR: Und für das nächste Jahr? Ist da auch schon was geplant?

Richie:
Das wir jetzt aufhören, hat einfach letztendlich organisatorische Gründe.
Ich meine, so eine CD hat dann schließlich dann auch jeder gehört und Blues ist ja keine Massenmusik, die jetzt Hunderttausende von Fans im Deutschland hat.
Das heißt, wir haben ja auch die meisten Leute weitestgehend erreicht.
Wobei wir auch einige Fanpost ganz aus dem Osten und ganz aus dem Süden hatten, die sehr traurig waren, dass wir da nicht gespielt haben. Aber es war einfach nicht so viel.
Frankfurt/Oder und Berlin waren die einzigen Gigs, die im Osten Deutschlands liegen.
Warum auch immer.
Aber, als die Tour ausgeschrieben stand und unser Booker dann eben gesehen hat, dass er sie zusammenkriegt und auch fahrtechnisch zusammenkriegt, waren die anderen Clubs einfach schneller.

Wir haben ja auch nicht unendlich Termine, es ist so schwierig, alle immer zusammen zu kriegen, weil alle auch ihre eigenen Bands haben und unterwegs sind.
Und das ist auch der Grund, warum man sagen muss, es ist so ungeheuer aufwendig, das alles zu organisieren, das kriegt man nicht hin.
Es sind also vier Bands, die permanent irgendwie dadurch nicht spielen können, weil die Gitarristen hier spielen.

Es hat wirklich gut funktioniert, vor allen Dingen auch von der Presse und so, das Thema hat wirklich viele Leute interessiert und das freut mich sehr.

Die Planung jetzt weiter ist erst mal....ich nehme gerade mit meinem Trio eine neue CD auf, die im Januar hoffentlich erscheint. Geplant war es früher, aber wie das so ist....es ist doch immer viel zu tun.
Mein Trio vorrangig, aber auch wieder mit Gästen, aber diesmal ganz andere, keine zusätzlichen Gitarristen, sondern andere Musiker, aus anderen Bereichen..

Das wird wieder eine ganz andere Sache. Eine spannende Sache.
Diesmal geht es darum, das ich mir Songs vorgenommen habe, die alle von Zügen handeln, also „Train-Songs“, und so soll sie auch heißen.

JJBR: Sind das alles eigene Stücke?

Richie:
Nein, `ne ganze Menge interpretierter Stücke, aber diesmal sehr entfremdet. Da ist vom ursprünglichen Song gar nichts mehr zu erkennen. Wenn man das Stück nicht wirklich kennt, würde man es gar nicht erkennen.

Ich bin absolut stilübergreifend daran gegangen. Ich hatte mir keine Schranken auferlegt.
Ich hatte sogar Deep Purple auf der Liste, habe es dann aber wieder rausgeschmissen, weil es doch sehr artfremd war.
Obwohl ich grosser Richie Blackmore-Fan bin oder war.

Aber z.B. "Marrakesch-Express" ist dabei, von Crosby, Stills and Nash...würde man vielleicht gar nicht drauf kommen.
Oder Johnny Cash..( überlegt )...jetzt komme ich nicht auf den Titel.
Oder von Elvis Presley..."Mystery Train".
Also schon Roots Music, also alles, was mit Country, Rock, Bluegrass, Blues zu tun hat.
Ich bin ganz begeistert.

Ach....die Hälfte der Songs habe ich selber geschrieben. Es ist unheimlich viel drauf auf dieser CD..
Ach....jetzt fällt es mir ein...„Down there by the train“ heißt der Song von Johnny Cash – es ist von seiner allerletzten CD. Wunderschön, ein grandioser Song.
Obwohl der Song gar nicht von ihm geschrieben ist, sondern von Tom Waits lustigerweise.
Also, sehr spannendes Thema, find ich.

Ich habe wieder supergute Musiker, es ist auch eine ganze Menge akustisch diesmal drauf und ich habe Musiker aus der Weltmusik-Szene genommen.
Tony, du als Aachener kennst vielleicht Manfred Leuchter.

JJBR: Ja... ( Tony nickt )

Richie:
Der spielt mit, nämlich Akkordeon.
Gerade beim „Marrakesch – Express“ ist das sehr spannend, weil er auch sehr der arabischen Musik verhaftet ist.
Wir haben diesen wirklich lustigen Hippie-Pop-Song aus dem späten 60gern in ein wirklich arabisches Flair gepackt. Was diesem Song auch gerecht wird.
Denn dieser Song „Marrakesch-Express“ muss natürlich auch etwas Arabisches drin haben.

Ich hoffe, ich habe euch ein wenig dafür interessieren können...

JJBR: Klar... ( Allgemeines Gelächter )

Richie:
Es gibt aber auch richtige Rock Kracher darauf und richtige Bluesrocksongs – es gibt alles drauf.
Aber das, was die CD zusammenhält, sind erst mal die Texte, also der Inhalt, es sind alles Songs über Züge und zweitens: ich singe alles.
Meine Stimme hält alles zusammen.
Die Musik selber ist sehr unterschiedlich.

Obwohl...( Kopfschütteln )....nein, ich singe doch nicht alles.
Ich habe da noch eine amerikanische Sängerin, mit der ich öfter zusammenarbeite, Sängerin und Mundharmonikaspielerin - Kellie Rucker, die singt auch zwei Stücke.
Sie ist als Gast dabei.

Das werden wir im nächsten Jahr auch auf die Bühne bringen, wahrscheinlich aber eher im Trio. Ich weiß nicht, ob das mit den Gästen immer so klappt.
Vielleicht bei besonderen Anlässen. Aber nicht so ständig.

Denn das ist einfach wirklich, wie man jetzt ja merkt, viel Organisiererei und dieses Programm können wir auch sehr gut im Trio spielen.
Das war für mich auch wichtig und macht Spaß.
Man hat wieder Freiraum.
Wir werden dann auch mit verschiedensten Instrumenten arbeiten, um das ganze auch spannend zu machen.
Auch viel akustisch spielen, mal so Instrumente, die man nicht so erwartet....

JJBR: Das hört sich alles interessant an....

Richie:
Ja, das ist es auch.. und ich rechne im Januar damit.

JJBR: Wir freuen uns darauf!

Richie:
Ich auch.....aber jetzt muss ich rüber und auf die Bühne!

JJBR: Vielen Dank Richie!

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Strato Offline




Beiträge: 274

15.10.2008 13:09
#3 RE: Richie Arndt Backstage am 07.09.2008 im FZW zur "Rorymania" antworten

Hi Rosie,
danke für das ausführliche Interview - sehr interessant. Da hast Du ja eine Menge zu tippen gehabt :-)

Gruß
Hans

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Gardner Offline




Beiträge: 2.321

14.04.2009 17:18
#4 RE: Richie Arndt Backstage am 07.09.2008 im FZW zur "Rorymania" antworten

Hier eine Bezugsquelle für CDs von Richie Arndt:






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