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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 1.042 mal aufgerufen
 Reviews: Leinwand
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

02.08.2008 22:15
DVD «I'm Not There» vom Todd Haynes antworten
Bob Dylan war schon immer einer der Größten für mich und für viele meiner Generation. Es gibt zig Alben von ihm, zig Sampler mit Best Of’s seiner Songs, von denen es wiederum zig Cover Versionen gibt. Und dazu noch zig Dokumentationen beispielsweise «No Direction Home» von Martin Scorsese, die bereits von Rosie an anderer Stelle besprochen wurde.

Wer anfängt Gitarre zu spielen, wird sich neben dem unkaputtbaren «House Of The Rising Sun» auch «Blowing In The Wind» «The Times Are A- Changing», «Like A Rolling Stone» oder zig andere Dylan- Songs draufschaffen. Sicher.

Über die Bedeutung von Bob Dylan in der musikalischen Weltkultur brauchen wir sicher nicht zu diskutieren.

2007 kam Todd Haynes’ Film «I’m Not There» in die Kinos. Ich lebe leider cinematographisch in finsterer Diaspora. Die nächsten Lichtspielhäuser sind gute 30km entfernt und ob besagter Film dort überhaupt eine Chance gehabt hätte, auf ein interessiertes Publikum zu stoßen, ist mehr als fraglich. Umso erfreuter stimmte mich die Tatsache, dass ich ihn letztens im ortsansässigen DVD- Verleih meines Vertrauens aufspüren konnte.

Es gibt Dinge, Menschen, Situationen, die mich vom ersten Moment in ihren Bann ziehen und mich nie wieder los lassen. Dazu gehört nun auch jener Film.

Gleich vorweg: Es ist keine leichte Kost, die man einfach so weg konsumieren kann. Bob Dylan’s Leben wird hier nicht chronologisch in Szene gesetzt. Das Ganze passiert auf sechs Zeitebenen, wobei Dylan von ebenfalls sechs Schauspielern dargestellt wird. Absolute Spitzenleistung hier: Cate Blanchett. Diese Schauspielerin kommt Dylan inhaltlich wie optisch am nächsten. Ebenfalls großartig Richard Gere als Billy the Kid.

Sechs Geschichtsstränge mit harten Schnitten, ein Experiment, das aufgeht. Diesem Film kann man sich nicht entziehen. Er hat mich 135 Minuten ins Sofa gedrückt. Und es ist ein Film, den man sich immer wieder einmal ansehen kann und muss, da er sich von Mal zu Mal sicher noch weiter erschließen lässt. Da lohnt durchaus der Kauf der DVD.

Fazit: Großes und spannendes Kino, auch am kleinen Fernseher, mit einzigartigem Konzept, hervorragenden Darstellern und klasse Musik, allesamt von Dylan, aber oft auch in wunderbaren Coverversionen.

Für alle, denen Bob Dylan auch heute noch etwas „sagt“, ein MUSS!!!

Bezug beispielsweise über unseren Kooperationspartner Amazon.

Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

"A balance between things that you know people will like and things that you think people will like." - John Peel

Angefügte Bilder:
dylan.jpg   Dylan2.jpg  
Dorah Offline



Beiträge: 76

24.10.2008 09:36
#2 RE: DVD «I'm Not There» vom Todd Haynes antworten
Der Film ist anscheinend Geschmacksache. Er wurde ja von vielen Leuten in höchsten Tönen gelobt und hat glaub ich, auch mehrere Preise bekommen. Ich weiß zum Beispiel bis zum Schluß nicht, was ist das eigentlich, ist das ein Episodenfilm, ist das ein Avantgardefilm, ist das ein Kunstfilm, künstlerisch wertvoll, oder abstrakt, oder ist das eine Biografie oder was. Die Musik ist natürlich gut, aber bei den gazen Szenen weiß man nie, was ist dabei eigentlich echt, was ist geträumt, warum läuft Richard Gere als Cowboy herum und Cate Blanchett als Bob Dylan. Sie machen das natürlich gut, aber was soll das eigentlich. Es liegt keine Geschichte vor, es ist einfach nur sprungahft und verworren. Dagegen finde ich zum Beispiel "Walk the Line" um viele Klassen besser.

Gruß von Dorah
Gardner Offline




Beiträge: 2.321

02.12.2008 17:58
#3 RE: DVD «I'm Not There» vom Todd Haynes antworten

Hier noch eine Bezugsquelle:


Tony Joe Gardner
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„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“ - Alan Bangs

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